Microsoft hat einen Fehler in Windows 11 bestätigt, durch den Outlook und Teams auf ARM-PCs nach aktuellen Sicherheitsupdates nicht mehr starten oder unmittelbar nach dem Öffnen abstürzen können. Betroffen sind vor allem Geräte mit Snapdragon-Prozessoren wie Surface Pro 11 und Surface Laptop 7. Wie die Redaktion von Techify.de. Als Ausgangspunkt nennt Microsoft die am 11. August 2026 veröffentlichten Updates KB5121003 für Windows 11 24H2 und 25H2 sowie KB5121000 für Windows 11 26H1.
Das Problem betrifft nach bisherigem Stand nicht die gesamte Office-Suite. Microsoft Teams und das neue Outlook für Windows können ausfallen, während klassisches Outlook, Word und Excel weiter funktionieren. Besonders häufig scheint der Fehler auf neuen oder frisch eingerichteten ARM-PCs aufzutreten, deren Microsoft-Store-Komponenten noch nicht vollständig aktualisiert wurden. Microsoft hat dafür bereits einen offiziellen Workaround veröffentlicht.
„Microsoft Teams und Outlook können auf ARM-basierten Geräten möglicherweise nicht gestartet werden.“
So beschreibt Microsoft das inzwischen als bekannt eingestufte Problem in den Versionshinweisen zu Windows 11.
Welche Windows-Updates verursachen das Problem?
Entscheidend ist nicht nur ein einzelner Patch. Microsoft spricht ausdrücklich von Sicherheitsupdates, die am oder nach dem 11. August 2026 veröffentlicht wurden.
Für Windows 11 24H2 und 25H2 steht dabei KB5121003 im Mittelpunkt. Das Update hebt die Systeme auf die Builds 26100.9168 beziehungsweise 26200.9168. Für Windows 11 26H1 nennt Microsoft dagegen KB5121000 mit Build 28000.2704.
| Windows-Version | Ausgangsupdate | Build | Bekannter Fehler |
|---|---|---|---|
| Windows 11 24H2 | KB5121003 | 26100.9168 | Teams und neues Outlook können nicht starten |
| Windows 11 25H2 | KB5121003 | 26200.9168 | Teams und neues Outlook können nicht starten |
| Windows 11 26H1 | KB5121000 | 28000.2704 | Teams und neues Outlook können nicht starten |
Microsoft ergänzte den bekannten Fehler erst Anfang September 2026 in seinen offiziellen Release Notes. Damit wurde ein Problem offiziell bestätigt, das einzelne Administratoren bereits Mitte August auf ARM64-Systemen gemeldet hatten.
Wer direkt nach einem Windows-Update plötzlich zwei nicht mehr startende Microsoft-Apps vorfindet, sollte deshalb nicht automatisch von beschädigten Benutzerprofilen oder einer defekten Office-Installation ausgehen.
Ähnliche Diagnosefälle nach Updates sind auf Windows-Systemen nicht ungewöhnlich. Wer zusätzlich ungewöhnliche Leistungseinbrüche bemerkt, kann zunächst prüfen, ob Windows Update, OneDrive oder Autostart prüfen.
Welche ARM-PCs sind betroffen?
Microsoft nennt ausdrücklich Surface Pro 11 und Surface Laptop 7 als Beispiele. Die Formulierung beschränkt den Fehler allerdings nicht auf diese beiden Modelle. Entscheidend ist die ARM-Architektur.
In Nutzer- und Administratorberichten tauchten auch andere Snapdragon-Systeme auf. Auf Microsofts Community-Plattform wurde beispielsweise ein Dell XPS 13 mit Snapdragon X Elite genannt. Ein weiterer Nutzer meldete vergleichbare Schwierigkeiten auf einem HP OmniBook mit Snapdragon-Prozessor.
„After installing KB5121003, both Microsoft Teams (new) and New Outlook for Windows stop working.“
So beschrieb ein Administrator den reproduzierbaren Fehler auf einem Surface Laptop 7 mit ARM64 und Windows 11 Enterprise 25H2 in Microsofts Community Hub.
Die Symptome sind dabei relativ charakteristisch:
- Teams öffnet sich kurz und beendet sich wieder;
- das neue Outlook startet überhaupt nicht;
- ein weißes oder leeres Fenster kann kurz erscheinen;
- klassisches Outlook funktioniert weiterhin;
- Word und Excel lassen sich normal öffnen;
- unmittelbar zuvor wurde ein aktuelles Windows-Sicherheitsupdate installiert.
Das macht die Abgrenzung zu einem allgemeinen Microsoft-365-Ausfall einfacher. Am 31. August 2026 gab es beispielsweise tatsächlich eine größere Störung mehrerer Microsoft-365-Dienste. Das aktuelle ARM-Problem ist davon technisch zu trennen: Hier liegt der Fehler lokal auf bestimmten Windows-PCs und hängt mit dem Update-Zustand des Geräts zusammen.

Warum gerade Teams und das neue Outlook betroffen sind
Microsoft hat bislang keine detaillierte technische Root-Cause-Analyse veröffentlicht. Gesichert ist lediglich, dass bestimmte moderne Anwendungen betroffen sind und ein Update einer Microsoft-Store-Komponente das Problem umgehen kann.
In frühen Administratorberichten wurden allerdings Hinweise auf beschädigte oder nicht korrekt aufgelöste App-Abhängigkeiten gefunden. Bei einem dokumentierten Surface-Laptop-7-Fall meldete das neue Outlook einen DependencyIssue; zusätzlich wurde im AppModel Runtime ein Fehler 0x80073CFC protokolliert.
Neowin beschrieb den Fehler deshalb als Problem im Umfeld moderner MSIX-/AppX-Anwendungen. Diese Interpretation stammt aus Nutzer- und Administratoranalysen und sollte nicht mit einer offiziell bestätigten Ursachenbeschreibung von Microsoft verwechselt werden.
„Classic Outlook, Word, Excel, and other applications are not known to be affected.“
Microsoft grenzt den Fehler damit ausdrücklich auf bestimmte Anwendungen ein.
Dass gerade frisch eingerichtete Rechner häufiger betroffen sind, liefert einen wichtigen Hinweis. Microsoft erklärt, der Fehler trete am wahrscheinlichsten auf neuen oder neu installierten PCs auf, auf denen noch keine aktuellen Microsoft-Store-Updates eingespielt wurden.
Microsoft nennt Auto Super Resolution Package als Workaround
Die überraschende Verbindung führt zum Auto Super Resolution Package. Eigentlich gehört Auto Super Resolution zu den KI- und Gaming-Funktionen der Copilot+-PC-Plattform. Für das aktuelle Problem empfiehlt Microsoft jedoch ausdrücklich, dieses Paket über den Microsoft Store zu aktualisieren.
Benötigt wird Version 1.0.19.0 oder neuer.
Der offizielle Ablauf:
- Microsoft Store öffnen.
- Zu „Downloads“ wechseln.
- „Nach Updates suchen“ auswählen.
- Alle verfügbaren Store-Updates installieren.
- Kontrollieren, ob Auto Super Resolution Package mindestens Version 1.0.19.0 erreicht hat.
- PC neu starten.
- Teams und das neue Outlook erneut öffnen.
Microsoft bezeichnet diese Maßnahme ausdrücklich als Problemumgehung und nicht als endgültigen Fix.
„We are working to provide a resolution in a future Windows update.“
Damit ist klar: Ein permanentes Windows-Update zur Behebung des Fehlers war zum Stand vom 5. September 2026 noch in Arbeit.
Das bedeutet zugleich, dass das sofortige Entfernen des gesamten August-Sicherheitsupdates nicht Microsofts bevorzugte Lösung ist.
Sollte KB5121003 deinstalliert werden?
Einige frühe Nutzerberichte zeigen, dass das Entfernen von KB5121003 die Anwendungen wieder funktionsfähig machen konnte. Microsoft empfiehlt diesen Weg in seiner offiziellen Dokumentation jedoch nicht als reguläre Problemumgehung.
Das ist relevant, weil KB5121003 ein Sicherheitsupdate ist. Wer es entfernt, verzichtet zumindest vorübergehend auch auf darin enthaltene Sicherheitskorrekturen.
Für normale Nutzer ist deshalb folgende Reihenfolge sinnvoll:
- zuerst Microsoft Store vollständig aktualisieren;
- Auto Super Resolution Package kontrollieren;
- Windows neu starten;
- Teams und Outlook erneut testen;
- Windows Update auf neuere Korrekturen prüfen;
- erst danach weitergehende Reparaturen erwägen.
Wer wissen möchte, welche Aktualisierungen tatsächlich installiert wurden, findet den Updateverlauf unter:
Einstellungen → Windows Update → Updateverlauf
Dort lässt sich prüfen, ob KB5121003 beziehungsweise KB5121000 vorhanden ist.
Auch wahlloses Zurücksetzen oder Neuinstallieren aller Microsoft-Anwendungen ist keine gute erste Maßnahme. In den frühen Berichten blieben klassische Office-Programme funktionstüchtig, während nur Teams und das neue Outlook ausfielen. Das spricht gegen eine pauschal beschädigte Office-Installation.

Classic Outlook kann vorübergehend die einfachste Alternative sein
Wer geschäftlich auf E-Mail angewiesen ist und den Store-Workaround nicht sofort durchführen kann, hat unter Umständen eine weitere Möglichkeit: Microsoft nennt Classic Outlook ausdrücklich als nicht betroffen.
Das gilt allerdings nur, wenn die klassische Desktop-Anwendung bereits installiert und für das verwendete Microsoft-365-Konto verfügbar ist.
Bei Teams ist die Situation komplizierter. Hier nennt Microsoft derzeit keinen vergleichbaren separaten Desktop-Client als offiziellen Ausweichweg. Für dringende Besprechungen kann deshalb vorübergehend die Webversion im Browser praktikabler sein, sofern der jeweilige Microsoft-365-Zugang dies erlaubt.
Nicht jede Microsoft-Warnung oder jeder Fehler verlangt eine Neuinstallation
Windows-Probleme direkt nach einem Patch verleiten schnell dazu, Reparaturprogramme herunterzuladen oder angebliche Microsoft-Supportseiten über Suchanzeigen aufzurufen. Das kann zusätzliche Risiken schaffen.
Besonders bei Webseiten, die plötzlich behaupten, Windows sei gesperrt und man müsse eine Telefonnummer anrufen, handelt es sich häufig um Support-Betrug. Techify zeigt im Ratgeber zur Fake-Microsoft-Warnung „Ihr Computer ist gesperrt“, wie echte Systemmeldungen von manipulierten Browserseiten unterschieden werden können.
Bei Anmeldeproblemen nach Systemänderungen lohnt sich zudem eine getrennte Prüfung von Windows Hello und gespeicherten Zugangsschlüsseln. Der Leitfaden zu Passkeys nach einer Änderung der Windows-PIN reparieren beschreibt diesen Bereich Schritt für Schritt.
So erkennen Sie, ob genau dieser Windows-Fehler vorliegt
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, wenn mehrere Punkte gleichzeitig zutreffen:
| Prüfung | Typischer Befund |
| Prozessor | Snapdragon beziehungsweise anderer ARM64-Chip |
| Windows | Windows 11 24H2, 25H2 oder 26H1 |
| Update | KB5121003, KB5121000 oder späteres Sicherheitsupdate installiert |
| Teams | startet nicht oder schließt sofort |
| Neues Outlook | startet nicht oder schließt sofort |
| Classic Outlook | funktioniert |
| Word/Excel | funktionieren |
| Microsoft Store | Apps beziehungsweise Systempakete noch nicht vollständig aktualisiert |
Auf einem klassischen Intel- oder AMD-PC passt dieses konkrete Fehlerbild dagegen nicht zu Microsofts derzeitiger Beschreibung. Dort muss nach einer anderen Ursache gesucht werden.
FAQ
Welches Windows-Update lässt Outlook und Teams auf ARM-PCs abstürzen?
Für Windows 11 24H2 und 25H2 nennt Microsoft Sicherheitsupdates ab KB5121003 vom 11. August 2026. Bei Windows 11 26H1 beginnt die dokumentierte Problemserie mit KB5121000.
Sind alle Outlook-Versionen betroffen?
Nein. Nach Microsofts Angaben betrifft das Problem das neue Outlook für Windows. Classic Outlook ist derzeit nicht als betroffen bekannt.
Sind Intel- und AMD-PCs ebenfalls betroffen?
Microsoft dokumentiert diesen konkreten Fehler für ARM-basierte Geräte. Intel- und AMD-Systeme werden in der offiziellen Problembeschreibung nicht als betroffen genannt.
Welche Geräte nennt Microsoft ausdrücklich?
Als Beispiele nennt Microsoft das Surface Pro 11 und das Surface Laptop 7. Nutzerberichte zeigen außerdem ähnliche Fälle auf anderen Snapdragon-Systemen.
Wie lässt sich der Fehler beheben?
Microsoft empfiehlt, im Microsoft Store nach Updates zu suchen und das Auto Super Resolution Package auf Version 1.0.19.0 oder neuer zu aktualisieren. Danach sollte der PC neu gestartet werden.
Muss KB5121003 deinstalliert werden?
Nach Microsofts offizieller Empfehlung nein. Der dokumentierte Workaround besteht derzeit aus dem Update des Auto Super Resolution Package. Eine endgültige Korrektur soll mit einem zukünftigen Windows-Update folgen.
Warum funktioniert Classic Outlook weiterhin?
Microsoft bestätigt bislang lediglich, dass Classic Outlook nicht als betroffen bekannt ist. Eine vollständige technische Erklärung für den Unterschied zwischen den Anwendungen wurde noch nicht veröffentlicht.
Gibt es bereits einen endgültigen Fix?
Zum Stand vom 5. September 2026 noch nicht. Microsoft führt den Fehler als entschärft beziehungsweise mit Workaround versehen und arbeitet nach eigenen Angaben an einer dauerhaften Lösung für ein zukünftiges Windows-Update.
Wenn Teams und Outlook nach einem Windows-Update nicht starten und der Rechner einen ARM-Prozessor verwendet, sollte zuerst der Update-Stand überprüft werden. Seit dem 11. August 2026 können KB5121003 beziehungsweise KB5121000 und nachfolgende Windows-Sicherheitsupdates dieses Fehlerbild auslösen.
Der derzeit wichtigste Schritt ist nicht die komplette Neuinstallation von Microsoft 365, sondern das Aktualisieren des Microsoft Store und des Auto Super Resolution Package auf mindestens Version 1.0.19.0. Microsoft arbeitet parallel an einer dauerhaften Korrektur. Bis sie veröffentlicht wird, sollten ARM-Nutzer nach neuen Windows- und Store-Updates suchen und die veröffentlichten Release-Health-Hinweise beobachten.
Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: Google „Bevorzugte Quellen“: So erscheinen Ihre Lieblingsseiten häufiger in der Suche und in Top Stories
