OneDrive synchronisiert nicht, Dateien tragen ein rotes Kreuz oder bleiben dauerhaft im Status „Synchronisierung ausstehend“: Hinter diesen Symptomen können ein einzelner blockierter Dateiname, fehlender Speicherplatz, ein abgemeldetes Konto, eine temporäre Datei oder eine beschädigte lokale OneDrive-Konfiguration stehen. Wie die Redaktion von Techify.de unter Berufung auf die aktuellen Supportinformationen von Microsoft berichtet, sollte die Fehlersuche immer beim OneDrive-Cloudsymbol in der Windows-Taskleiste oder in der macOS-Menüleiste beginnen, weil dort die konkrete Warnung und mögliche Aktion angezeigt werden.
Ein kompletter Reset oder eine Neuinstallation ist häufig nicht sofort erforderlich. Zunächst sollten Nutzer prüfen, welches Statussymbol angezeigt wird, ob OneDrive überhaupt gestartet und angemeldet ist, welche Datei die Warteschlange blockiert und ob im Cloudspeicher noch Platz vorhanden ist. Erst wenn diese Kontrollen keine eindeutige Ursache liefern, empfiehlt Microsoft das erneute Verknüpfen des Kontos, das Zurücksetzen der Synchronisierungs-App oder als letzten Schritt eine Neuinstallation.
Was ein rotes Kreuz bei OneDrive bedeutet
Ein OneDrive rotes Kreuz ist kein allgemeiner Hinweis auf eine langsame Internetverbindung. Nach der offiziellen Symbolerklärung von Microsoft bedeutet ein roter Kreis mit weißem Kreuz, dass mindestens eine Datei oder ein Ordner nicht synchronisiert werden kann. Das Symbol kann direkt neben einer Datei im Datei-Explorer, neben einem Ordner oder über dem OneDrive-Cloudsymbol im Infobereich erscheinen.
„Ein roter Kreis mit einem weißen Kreuz bedeutet, dass eine Datei oder ein Ordner nicht synchronisiert werden kann.“
(Microsoft Support, Erklärung der OneDrive-Statussymbole)
Der erste Schritt besteht darin, auf das blaue oder weiße OneDrive-Cloudsymbol zu klicken. Im geöffneten Fenster zeigt OneDrive normalerweise an, welche Datei betroffen ist oder welche Aktion erforderlich ist. Nutzer sollten die Warnung nicht nur schließen, sondern den genannten Dateipfad öffnen und die betroffene Datei kontrollieren.
Typische unmittelbare Ursachen sind:
- eine geöffnete oder von einem Programm gesperrte Datei;
- ein unzulässiger oder problematischer Datei- beziehungsweise Ordnername;
- fehlender Speicherplatz im Microsoft-Konto;
- eine angehaltene Synchronisierung;
- eine fehlgeschlagene Kontoanmeldung;
- eine temporäre Datei, die nicht hochgeladen werden kann.
Das rote Kreuz verschwindet erst, wenn die zugrunde liegende Datei erfolgreich synchronisiert, verschoben, umbenannt oder aus dem OneDrive-Ordner entfernt wurde.
Microsoft weist zudem darauf hin, dass bei überschrittenem Cloudspeicher keine neuen Dateien hochgeladen, bearbeitet oder synchronisiert werden können. Der freie Speicher lässt sich über OneDrive im Browser oder über die Speicherverwaltung des Microsoft-Kontos prüfen. Ist das Kontingent ausgeschöpft, müssen Dateien gelöscht, aus dem Papierkorb entfernt oder zusätzlicher Speicher gebucht werden.
OneDrive-Statussymbole richtig unterscheiden
Nicht jedes ungewöhnliche Symbol steht für denselben Fehler. Ein graues oder abgeblendetes Cloudsymbol mit einer Linie bedeutet laut Microsoft, dass der Nutzer nicht angemeldet ist oder die OneDrive-Einrichtung nicht abgeschlossen wurde. In diesem Fall sollte OneDrive über das Windows-Startmenü oder auf dem Mac über Finder beziehungsweise Spotlight gestartet und das richtige Microsoft-Konto ausgewählt werden.
Ein Pausensymbol zeigt dagegen, dass die Synchronisierung bewusst angehalten wurde. Über das Cloudsymbol lässt sie sich mit „Synchronisierung fortsetzen“ wieder aktivieren. Kreisförmige Pfeile bedeuten, dass OneDrive Dateien hochlädt, herunterlädt oder lokale Änderungen verarbeitet.
Bleiben diese Pfeile über längere Zeit sichtbar, kann eine große Datei, eine hohe Zahl ausstehender Elemente oder eine geöffnete Onlinedatei die Verarbeitung verzögern.
Ein grauer Kreis mit waagerechtem Balken kann bei Geschäfts-, Schul- oder Universitätskonten darauf hinweisen, dass der Administrator die Synchronisierung eines bestimmten Dateityps blockiert hat. In diesem Fall kann der Nutzer die Richtlinie nicht selbst aufheben. Die Datei muss aus dem synchronisierten Bereich verschoben oder der IT-Administrator kontaktiert werden.

Synchronisierung zuerst kontrolliert neu starten
Bevor Einstellungen geändert werden, sollte OneDrive einmal regulär beendet und neu gestartet werden. Unter Windows klicken Nutzer auf das Cloudsymbol, öffnen das Hilfe- oder Einstellungsmenü und beenden OneDrive. Anschließend wird die Desktop-App über das Startmenü erneut geöffnet.
Bei einer instabilen Netzwerkverbindung kann es außerdem helfen, die Synchronisierung kurz anzuhalten und anschließend fortzusetzen. Dadurch wird die lokale Warteschlange neu verarbeitet, ohne dass das Konto getrennt oder die Konfiguration zurückgesetzt wird. Eine bestehende Datei sollte während dieses Vorgangs nicht gleichzeitig in mehreren Programmen oder auf mehreren Geräten bearbeitet werden.
Danach sind drei Punkte zu prüfen:
- Wird im OneDrive-Fenster weiterhin ein konkreter Fehler angezeigt?
- Ändert sich der Zeitstempel einer Testdatei auf OneDrive.com?
- Ist nur eine Datei betroffen oder der gesamte OneDrive-Ordner?
Wenn eine neu erstellte kleine Textdatei erfolgreich synchronisiert wird, arbeitet die App grundsätzlich. Der Fehler liegt dann wahrscheinlich bei einem bestimmten Ordner, Dateinamen, Dateityp oder einer gesperrten Datei. Wird auch die Testdatei nicht übertragen, sollte die Prüfung bei Konto, Speicher, Verbindung und App-Konfiguration fortgesetzt werden.
„Synchronisierung ausstehend“ bei einzelnen Ordnern beheben
Der Status Synchronisierung ausstehend erscheint häufig, obwohl im betroffenen Ordner keine problematische Datei sichtbar ist. Microsoft erklärt, dass in solchen Fällen eine ausgeblendete Datei die Warteschlange blockieren kann. Unter Windows lassen sich versteckte Elemente im Datei-Explorer über „Ansicht“ und „Ausgeblendete Elemente“ einblenden.
Wird auch danach keine Ursache sichtbar, empfiehlt Microsoft für den betroffenen Ordner ein klar definiertes Vorgehen:
- Einen neuen Ordner im selben OneDrive-Bereich erstellen.
- Alle sichtbaren Dateien aus dem ausstehenden Ordner in den neuen Ordner kopieren.
- Den alten Ordner löschen, sobald alle benötigten Inhalte kontrolliert wurden.
Microsoft weist darauf hin, dass selbst leere Ordner vorübergehend „Synchronisierung ausstehend“ anzeigen können, bis eine Datei eingefügt wird. Nach dem Verschieben sollte deshalb geprüft werden, ob der neue Ordner und eine darin erstellte Testdatei korrekt hochgeladen werden.
„In leeren Ordnern wird möglicherweise die Synchronisierung ausstehend angezeigt, bis Sie eine Datei darin einfügen.“
(Microsoft Support, Anleitung zum Status „Synchronisierung ausstehend“)
Dateien sollten nicht vorschnell gelöscht werden. Vor dem Entfernen des alten Ordners muss kontrolliert werden, ob die Inhalte lokal vollständig vorhanden oder bereits über OneDrive.com erreichbar sind.
TMP-Dateien und geöffnete Dokumente aus der Warteschlange entfernen
Temporäre Dateien mit der Endung .tmp können dauerhaft im Status „Synchronisierung ausstehend“ bleiben. Solche Dateien werden von Programmen vorübergehend erzeugt und unter Umständen noch verwendet. Microsoft nennt vier mögliche Maßnahmen: manuelles Hochladen, Umbenennen mit einer anderen Erweiterung, Verschieben aus dem OneDrive-Ordner oder Löschen, sofern die Datei nicht mehr benötigt wird.
Lässt sich eine temporäre Datei nicht umbenennen oder verschieben, ist sie wahrscheinlich noch geöffnet. Dann sollten die zugehörige Anwendung beendet und der Computer neu gestartet werden. Nach dem Neustart kann erneut geprüft werden, ob die Datei freigegeben wurde.
Vorsicht ist bei Dokumenten geboten, die gerade von Word, Excel, Grafiksoftware, Buchhaltungsprogrammen oder Datenbankanwendungen bearbeitet werden. Wird eine temporäre Begleitdatei gelöscht, während das ursprüngliche Programm noch arbeitet, können ungespeicherte Änderungen verloren gehen. Microsoft warnt deshalb ausdrücklich davor, TMP-Dateien ohne Prüfung zu verschieben, umzubenennen oder zu löschen.
Dateinamen, Pfade und blockierte Dateitypen prüfen
Wenn nur bestimmte Dateien betroffen sind, sollte der vollständige Name einschließlich Ordnerpfad kontrolliert werden. OneDrive und SharePoint unterliegen technischen Einschränkungen für Dateinamen, Pfadlängen, Dateitypen, Netzwerkpfade und die Zahl synchronisierter Elemente. Microsoft führt diese Regeln in einer eigenen Übersicht für private OneDrive-Konten sowie Arbeits- und Schulkonten auf.
Problematisch können unter anderem doppelte Dateinamen, extrem verschachtelte Ordnerstrukturen oder Dateien sein, die gleichzeitig auf mehreren Geräten bearbeitet wurden. Bei Unternehmenskonten können Administratoren außerdem einzelne Dateitypen sperren. Ein lokaler Umbenennungsversuch löst das Problem nur dann, wenn keine organisatorische Richtlinie entgegensteht.
Nutzer sollten bei einer einzelnen fehlerhaften Datei folgendermaßen vorgehen:
- Datei schließen und einige Sekunden warten;
- einen kürzeren, eindeutigen Dateinamen vergeben;
- Datei testweise direkt in den OneDrive-Hauptordner verschieben;
- prüfen, ob sie sich über OneDrive.com manuell hochladen lässt;
- bei einem Geschäftskonto mögliche Richtlinien mit dem Administrator klären.
Wenn der manuelle Upload im Browser funktioniert, der Desktop-Client aber weiterhin scheitert, liegt die Ursache eher in der lokalen OneDrive-App oder deren Verbindung zum Konto.
OneDrive-Anmeldung und Kontofehler korrigieren
Ein OneDrive Anmeldung Fehler zeigt sich häufig durch ein graues Cloudsymbol, eine durchgestrichene Wolke oder eine wiederholte Aufforderung zur Anmeldung. Zuerst sollte geprüft werden, ob das richtige private, geschäftliche oder schulische Microsoft-Konto verwendet wird. Auf gemeinsam genutzten Rechnern können gespeicherte Anmeldedaten zu Verwechslungen zwischen mehreren Konten führen.
Microsoft empfiehlt bei fortbestehenden Synchronisierungsproblemen, die Verknüpfung des OneDrive-Kontos aufzuheben und anschließend neu herzustellen. Dabei wird die Verbindung zwischen dem lokalen OneDrive-Ordner und dem Konto neu eingerichtet. Die in der Cloud gespeicherten Dateien werden dadurch nicht gelöscht.
Nach der erneuten Anmeldung sollte der bestehende OneDrive-Ordner ausgewählt werden, sofern er weiterhin die vollständigen lokalen Daten enthält. Anschließend gleicht OneDrive die Inhalte erneut mit der Cloud ab. Bei großen Datenbeständen kann dieser Vorgang längere Zeit dauern und eine hohe Datenträger- oder Netzwerkauslastung verursachen.
Erscheint die Meldung, dass bereits ein persönliches OneDrive auf dem Computer synchronisiert wird, verweist Microsoft ebenfalls auf das Aufheben und erneute Verknüpfen des Kontos.

OneDrive unter Windows zurücksetzen
Wenn OneDrive synchronisiert nicht, obwohl Konto, Speicherplatz, Netzwerk und einzelne Dateien geprüft wurden, kann ein Reset die lokale Konfiguration reparieren. Microsoft erklärt, dass dabei alle Synchronisierungsverbindungen getrennt und anschließend neu aufgebaut werden. Dateien und Cloudinhalte gehen durch das Zurücksetzen nicht verloren.
„Sie verlieren keine Daten, wenn Sie OneDrive zurücksetzen.“
(Microsoft Support, Anleitung zum Zurücksetzen von OneDrive)
Microsoft nennt für Windows zunächst den Store-Reset über die Tastenkombination Windows-Taste + R und den Befehl:
wsreset.exe
Falls OneDrive danach weiter nicht synchronisiert, wird die Synchronisierungs-App über Windows-Taste + R mit diesem Befehl zurückgesetzt:
%localappdata%\Microsoft\OneDrive\onedrive.exe /reset
Kann Windows die Datei nicht finden, nennt Microsoft zwei alternative Installationspfade:
C:\Program Files\Microsoft OneDrive\onedrive.exe /reset
C:\Program Files (x86)\Microsoft OneDrive\onedrive.exe /reset
Danach muss OneDrive gegebenenfalls manuell über das Startmenü geöffnet werden. Vorher ausgewählte Einstellungen zur Ordnersynchronisierung können nach dem vollständigen Neuabgleich erneut festgelegt werden müssen. Das gilt getrennt für private und geschäftliche beziehungsweise schulische Konten.
OneDrive auf dem Mac zurücksetzen
Unter macOS wird OneDrive zunächst über das Cloudsymbol beendet. Danach öffnen Nutzer im Programme-Ordner den Paketinhalt der OneDrive-App, wechseln zum Ressourcenordner und starten je nach installierter Version ResetOneDriveApp.command oder ResetOneDriveAppStandalone.command. Anschließend wird OneDrive neu geöffnet und die Einrichtung abgeschlossen.
Beim Speicherort sollte der bisherige Synchronisierungsordner gewählt werden, sofern die lokalen Dateien dort vollständig vorhanden sind. Microsoft erklärt, dass unveränderte Dateien dadurch nicht zwingend erneut vollständig heruntergeladen werden müssen.
Nutzer sollten außerdem sicherstellen, dass eine aktuelle OneDrive-Version installiert ist, da ältere macOS-Versionen der App die Reset-Befehle möglicherweise nicht enthalten.
Wann eine Neuinstallation sinnvoll ist
Eine Neuinstallation ist der letzte reguläre Schritt, wenn Neustart, Dateikontrolle, erneute Anmeldung, Kontoverknüpfung und Reset keinen Erfolg bringen. Microsoft zufolge kann die Neuinstallation Synchronisierungsprobleme beheben und setzt die OneDrive-Einstellungen zurück. Die App führt anschließend einen vollständigen Neuabgleich durch.
Durch die Deinstallation werden die in OneDrive gespeicherten Clouddateien nicht gelöscht. Der lokale Ordner hört lediglich auf zu synchronisieren, bis die App erneut installiert, gestartet und mit dem Konto verbunden wurde. Vor einer Deinstallation sollten Nutzer trotzdem kontrollieren, ob wichtige Dateien vollständig auf OneDrive.com oder zusätzlich lokal gesichert sind.
Unter Windows ist außerdem zwischen der eigentlichen OneDrive-Synchronisierungs-App und der Microsoft-Store-App zu unterscheiden. Laut Microsoft kann die Store-App Dateien anzeigen, führt jedoch keine vollständige Sicherung und Synchronisierung lokaler Ordner aus. Für den automatischen Datenabgleich wird die OneDrive-Desktop-App benötigt.
Die richtige Reihenfolge spart Zeit und schützt Dateien
Bei OneDrive-Fehlern sollte nicht sofort die gesamte App gelöscht werden. Die schnellste Fehlersuche beginnt mit dem Statussymbol und der konkreten Warnmeldung. Danach folgen die Kontrolle einzelner Dateien, des verfügbaren Cloudspeichers, der Kontoanmeldung und möglicher TMP-Dateien. Erst anschließend sind erneutes Verknüpfen, Reset und Neuinstallation sinnvoll.
Die empfohlene Reihenfolge lautet:
- OneDrive-Symbol öffnen und Fehlermeldung lesen.
- Speicherplatz, Anmeldung und Synchronisierungspause prüfen.
- Betroffene Dateien schließen, umbenennen oder verschieben.
- Ausstehende Ordner und versteckte Dateien kontrollieren.
- Konto trennen und erneut verbinden.
- OneDrive zurücksetzen.
- App neu installieren oder bei Geschäftskonten den Administrator einschalten.
Ein erfolgreich synchronisierter Testordner zeigt, ob das Problem die gesamte Anwendung oder nur eine bestimmte Datei betrifft. Bleiben rote Kreuze oder ausstehende Elemente nach allen Schritten bestehen, sollte die genaue Fehlermeldung dokumentiert und über die offizielle Microsoft-Problembehandlung für OneDrive beziehungsweise den zuständigen IT-Support geprüft werden.
Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: Mac verbindet sich mit WLAN, aber Safari lädt keine Seiten: Private Relay und DNS prüfen
