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MacBook und iPad werden teurer: Neue Apple-Preise in Deutschland im Überblick

· 8 Min. Lesezeit

MacBook und iPad werden teurer: Apple hat am 25. Juni 2026 erstmals konkrete Preisaufschläge für mehrere Computer und Tablets bestätigt. Betroffen sind unter anderem das MacBook Air, das MacBook Pro, das MacBook Neo sowie das iPad Air. Als Hauptgrund nennt der Konzern stark gestiegene Kosten für Arbeits- und Massenspeicher, berichtet die Redaktion Techify unter Berufung auf Reuters.

Für Käufer in Deutschland ist allerdings eine Unterscheidung entscheidend: Die von Apple und Reuters genannten Vorher-Nachher-Preise beziehen sich zunächst auf den US-Markt. Im deutschen Apple Store waren am 25. Juni teilweise weiterhin Preise zu sehen, die bereits seit der Einführung der aktuellen Modellgeneration galten. Eine pauschale Umrechnung der US-Aufschläge in Euro wäre daher falsch. Maßgeblich bleibt der Preis, den Apple Deutschland bei der jeweiligen Konfiguration im Bestellprozess ausweist.

Apple erklärte, das Unternehmen habe die höheren Kosten bislang von den Kunden ferngehalten. Nun sei jedoch ein Punkt erreicht, an dem die Preise mehrerer Produkte angehoben werden müssten. Betroffen seien ausdrücklich iPads und Macs. Die iPhone-Preise blieben bei dieser Anpassung zunächst unverändert.

Alte und neue Apple-Preise im Vergleich

Die folgende Tabelle trennt die am 25. Juni bestätigten internationalen Preisänderungen von den überprüfbaren deutschen Listenpreisen. Eurobeträge sollten nicht aus den Dollarpreisen abgeleitet werden, weil Apple regionale Preise inklusive Mehrwertsteuer, Wechselkursrisiken und weiterer Kosten separat festlegt.

Modell und KonfigurationAlter US-PreisNeuer US-PreisAufschlagPreis bei Apple Deutschland am 25. Juni
MacBook Neo, Basismodell599 US-Dollar699 US-Dollar100 US-Dollar / 16,7 %ab 699 Euro laut deutscher Marktübersicht
MacBook Air, 512 GB SSD1.099 US-Dollar1.299 US-Dollar200 US-Dollar / 18,2 %13 Zoll, M5, 16 GB RAM, 512 GB: 1.199 Euro
MacBook Pro, 1 TB SSD1.699 US-Dollar1.999 US-Dollar300 US-Dollar / 17,7 %vergleichbare deutsche Konfiguration abhängig von Chip und Displaygröße
iPad Air, 128 GB599 US-Dollar749 US-Dollar150 US-Dollar / 25,0 %11 Zoll, M4, 128 GB: zuletzt 649 Euro Listenpreis
iPad Pro, 256 GBrund 999 US-Dollar1.199 US-Dollar200 US-Dollar / rund 20 %13 Zoll, M5, 256 GB: 1.449 Euro
iPad, A16keine bestätigte Änderung genanntkeine bestätigte Änderung genanntoffenzuletzt 379 Euro Listenpreis

Apple Deutschland führt das 13 Zoll große MacBook Air mit M5-Chip, 16 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher und 512 GB SSD am 25. Juni für 1.199 Euro. Die aktuelle Generation beginnt nicht mehr mit 256 GB, sondern mit 512 GB Speicher. Je nach Modell sind 16, 24 oder 32 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher sowie SSD-Konfigurationen bis 4 TB verfügbar.

Bei den iPads nennt eine aktuelle deutsche Marktübersicht 649 Euro als Listenpreis für das 11-Zoll-iPad Air mit M4, 1.019 Euro für das 13-Zoll-iPad Air und 1.449 Euro für das 13-Zoll-iPad Pro M5 mit 256 GB.

Das reguläre iPad mit A16-Chip wird mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 379 Euro geführt.

Ob diese deutschen Preise kurzfristig ebenfalls angehoben werden, lässt sich erst anhand aktualisierter Produktseiten und tatsächlich abgeschlossener Bestellungen sicher feststellen.

Apple kann Preisänderungen regional gestaffelt ausrollen. Die am 25. Juni bestätigte Erhöhung ist deshalb ein deutliches Signal, aber kein Beleg dafür, dass jede deutsche Konfiguration bereits in derselben Nacht teurer geworden ist.

Warum Apple die Preise erhöht

Hinter der Preiserhöhung steht keine einzelne neue Steuer oder eine Änderung der deutschen Mehrwertsteuer. Apple verweist auf die außergewöhnlich schnelle Verteuerung von Speicherbausteinen.

Dabei geht es vor allem um zwei Bauteilgruppen:

  • DRAM beziehungsweise Arbeitsspeicher, der in Macs und iPads für laufende Programme und Systemprozesse benötigt wird;
  • NAND-Flash, auf dem Betriebssystem, Programme, Fotos, Videos und andere Dateien gespeichert werden;
  • Hochleistungs- und Spezialvarianten dieser Speicher, die zunehmend für KI-Beschleuniger und Rechenzentren reserviert werden;
  • Produktionskapazitäten bei Herstellern, die langfristig an große KI-Unternehmen vergeben werden.

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens TrendForce stiegen die Preise für dynamischen Arbeitsspeicher im ersten Quartal 2026 um bis zu 98 Prozent. Für das laufende Quartal wurde ein weiterer Zuwachs von 58 bis 63 Prozent erwartet. Speicherhersteller priorisieren zunehmend große Aufträge von Produzenten leistungsfähiger KI-Chips und Betreibern neuer Rechenzentren. Für klassische Computer, Tablets und Smartphones bleibt dadurch weniger Kapazität verfügbar.

Apple-Chef Tim Cook hatte bereits Ende April vor steigenden Belastungen gewarnt. Das Unternehmen erwartete demnach, dass sich die höheren Speicherkosten nach dem Juni-Quartal stärker auf das Geschäft auswirken würden. Wenige Tage vor der tatsächlichen Anpassung bezeichnete Cook Preiserhöhungen öffentlich als unvermeidlich.

Apple formulierte die Lage am 25. Juni ungewöhnlich deutlich. Einen derart hohen und schnellen Anstieg der Komponentenpreise habe das Unternehmen zuvor noch nicht erlebt. Apple habe die zusätzlichen Kosten zunächst selbst getragen, könne dies aber nicht unbegrenzt fortsetzen.

Welche Geräte besonders stark betroffen sind

Am stärksten fällt die bestätigte Erhöhung beim iPad Air mit 128 GB aus. Der US-Preis steigt von 599 auf 749 Dollar und damit um 25 Prozent. Gerade beim Einstiegsmodell ist der Effekt erheblich, weil Käufer für mehr internen Speicher nochmals einen zusätzlichen Aufpreis zahlen müssen.

Beim MacBook Air mit 512 GB beträgt der Aufschlag 200 Dollar. Damit wird Apples meistverkauftes mobiles Notebook deutlich näher an höher ausgestattete Windows-Ultrabooks gerückt. Das MacBook Pro mit 1 TB verteuert sich um 300 Dollar.

Auch das preisgünstigere MacBook Neo verliert einen Teil seines ursprünglichen Wettbewerbsvorteils. Der Einstiegspreis steigt in den USA von 599 auf 699 Dollar. Damit kostet es dort genauso viel wie das neue Dell XPS 13, das gezielt als Konkurrent zu Apples Einstiegsnotebook positioniert wurde.

Neben MacBooks und iPads erhöhte Apple auch die Preise beider HomePod-Varianten und der Apple-TV-Box. Für das iPhone meldete der Konzern am 25. Juni noch keine entsprechende Anpassung.

Das bedeutet allerdings nicht, dass iPhones dauerhaft ausgenommen bleiben. Auch sie verwenden DRAM- und NAND-Bausteine und sind damit grundsätzlich von derselben Kostenentwicklung abhängig.

Speichergröße vor dem Kauf genau auswählen

Die Preissteigerungen machen die Wahl der richtigen Speicherkonfiguration wichtiger. Arbeitsspeicher und interne SSDs lassen sich bei aktuellen MacBooks nach dem Kauf praktisch nicht erweitern. Beide Komponenten sind fest in das System integriert.

Für typische Büroaufgaben, Videokonferenzen, Browserarbeit und Streaming reichen bei einem MacBook Air meist 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD. Wer regelmäßig große Bildarchive, Videoschnittprojekte, virtuelle Maschinen oder lokale KI-Modelle nutzt, sollte mindestens 24 GB RAM und 1 TB SSD prüfen.

Beim iPad hängt der Bedarf stärker von der Nutzung ab. Für Streaming, Schule und Webanwendungen können 128 GB genügen. Für hochauflösende Videos, große Spiele, RAW-Fotos oder professionelle Kreativprogramme sind 256 oder 512 GB realistischer.

Cloud-Speicher ersetzt dabei nicht in jedem Fall eine größere SSD. Dateien müssen unterwegs möglicherweise ohne Internet verfügbar sein, und Apps selbst belegen weiterhin lokalen Speicher. Gleichzeitig ist eine überdimensionierte Konfiguration wirtschaftlich wenig sinnvoll, wenn der zusätzliche Platz nicht genutzt wird.

Alternativen zum Kauf eines neuen MacBook oder iPad

Käufer müssen die neuen Apple-Listenpreise nicht automatisch akzeptieren. Im deutschen Handel liegen die Preise häufig deutlich unter den offiziellen Beträgen. Ende Juni wurde das MacBook Air M5 beispielsweise bereits ab etwa 989 Euro angeboten, während Apple 1.199 Euro verlangt. Das MacBook Pro mit 14,2-Zoll-Display war bei Händlern ab rund 1.619 Euro statt 1.899 Euro erhältlich.

Auch bei iPads bestehen erhebliche Unterschiede. Das iPad mit A16-Chip wurde für rund 332 Euro statt 379 Euro angeboten. Das 11-Zoll-iPad Air M4 war ab etwa 569 Euro statt 649 Euro verfügbar, das 13-Zoll-Modell ab rund 879 Euro statt 1.019 Euro.

Als Alternativen kommen infrage:

  1. Aktuelle Geräte bei autorisierten Händlern kaufen. Lagerware wurde häufig noch zu niedrigeren Einkaufspreisen beschafft und kann vorübergehend günstiger bleiben.
  2. Eine Vorgängergeneration wählen. Ein MacBook Air mit M4 oder ein iPad Air mit M3 bietet für viele Aufgaben ausreichend Leistung und wird nach einem Modellwechsel oft stark rabattiert.
  3. Apple Certified Refurbished prüfen. Apple verkauft technisch geprüfte Geräte mit neuer Außenhülle, Zubehör und einjähriger Garantie. Die Verfügbarkeit einzelner Speichergrößen schwankt.
  4. Bildungspreise nutzen. Studierende, Lehrkräfte und andere berechtigte Gruppen erhalten im deutschen Apple Store Sonderpreise für Macs und iPads. Apple weist auf seiner deutschen Shopseite ausdrücklich auf den Bildungsbereich hin.
  5. Vorhandenes Gerät weiterverwenden. Für Office, Studium, Medienkonsum und einfache Bildbearbeitung bieten auch mehrere Jahre alte Geräte mit M1-, M2- oder M3-Chip noch ausreichende Leistung.
  6. Speicher extern ergänzen. Bei einem Mac kann eine externe USB-C- oder Thunderbolt-SSD günstiger sein als Apples interner Speicheraufschlag. Für Programme und ständig benötigte Dateien bleibt die interne SSD jedoch komfortabler.

Was Käufer in Deutschland jetzt beachten sollten

Ein sofortiger Kauf nur aus Angst vor weiteren Aufschlägen ist nicht in jedem Fall sinnvoll. Entscheidend ist der Vergleich zwischen Apples aktuellem Preis, dem tatsächlichen Händlerpreis und der Preisentwicklung der gewünschten Konfiguration.

Vor einer Bestellung sollten Käufer Modellnummer, Chip, Arbeitsspeicher, SSD-Größe, Displaygröße und Tastaturlayout kontrollieren. Äußerlich identische MacBooks oder iPads können sich bei Speicher, Mobilfunkunterstützung und Prozessor deutlich unterscheiden.

Besondere Vorsicht ist bei Rabattangaben wie „statt 1.199 Euro“ geboten. Manche Händler vergleichen ihren Preis mit Apples Listenpreis, obwohl das Gerät am Markt schon längere Zeit günstiger angeboten wurde. Aussagekräftiger ist der niedrigste Preis der vergangenen Wochen.

Die Preiserhöhung vom 25. Juni zeigt, dass der KI-Ausbau inzwischen direkte Auswirkungen auf klassische Endgeräte hat. Apple bestätigt Aufschläge von bis zu 25 Prozent bei ausgewählten Konfigurationen.

Für Deutschland müssen Käufer jedoch die jeweils aktuelle Produktseite prüfen: Bestätigt ist die internationale Preisanpassung, nicht automatisch jede in Dollar genannte Erhöhung als identischer Euro-Aufschlag.

Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: WhatsApp auf zwei Handys nutzen: Wie Sie ein zweites Smartphone korrekt und sicher verknüpfen 2026

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