Instagram-Konto gehackt: Wenn Passwort, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer ohne Zustimmung geändert wurden, zählt jede Minute. Betroffene sollten zuerst den eigenen E-Mail-Account sichern, anschließend den offiziellen Wiederherstellungsweg starten und fremde Sitzungen beenden, , berichtet die Redaktion von Techify. Der Angreifer darf keine Zeit erhalten, weitere Konten zu verknüpfen, Direktnachrichten zu versenden oder die hinterlegten Kontaktdaten erneut zu verändern.
Ein erfolgreicher Angriff betrifft häufig mehr als das Instagram-Profil. Über kompromittierte Direktnachrichten können Täter Kontakte anschreiben, falsche Investitionen bewerben, Geld verlangen oder weitere Zugangsdaten abgreifen. Die Wiederherstellung ist deshalb erst abgeschlossen, wenn Instagram, E-Mail-Konto, Mobilfunknummer und verbundene Meta-Konten kontrolliert wurden.
Woran Nutzer erkennen, dass ihr Instagram-Konto übernommen wurde
Eine Kontoübernahme zeigt sich nicht immer durch eine vollständige Aussperrung. Manche Angreifer lassen das bisherige Passwort zunächst unverändert, damit der Eigentümer keinen Verdacht schöpft. Gleichzeitig lesen sie Nachrichten, kontaktieren Follower oder verknüpfen ein zusätzliches Konto im Meta-Kontencenter. Andere Täter ändern sofort E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Benutzernamen und Passwort.
Zu den eindeutigsten Warnzeichen gehören unbekannte Anmeldungen, nicht selbst veröffentlichte Beiträge und Nachrichten, die ohne eigenes Zutun verschickt wurden. Auch plötzlich abonnierte Profile, gelöschte Inhalte oder veränderte Profilangaben sprechen für einen Fremdzugriff.
Verdächtig sind insbesondere:
- Sicherheitsmeldungen über eine Anmeldung von einem unbekannten Gerät;
- E-Mails über eine Änderung der hinterlegten Adresse;
- ein Passwort, das plötzlich nicht mehr funktioniert;
- neue Telefonnummern oder E-Mail-Adressen im Kontencenter;
- unbekannte Facebook- oder Instagram-Profile unter „Verbundene Erlebnisse“;
- versendete Direktnachrichten mit Links, Gewinnspielen oder Geldforderungen;
- neue Beiträge, Storys oder Werbeanzeigen;
- entfernte Administratoren bei einem Unternehmensprofil;
- unerklärliche Änderungen an Benutzername, Biografie oder Profilbild;
- Anmeldecodes, die angefordert wurden, obwohl keine Anmeldung versucht wurde.
Nicht jede Sicherheitsmeldung bedeutet automatisch, dass der Angriff erfolgreich war. Ein unerwarteter Anmeldecode kann auch zeigen, dass eine fremde Person lediglich Benutzername und Passwort ausprobiert. In diesem Fall muss das Passwort trotzdem sofort geändert werden, weil mindestens ein Teil der Zugangsdaten bekannt sein könnte.
„Wenn jemand Zugriff auf dein Konto erhält oder du dich nicht mehr anmelden kannst, nutze den Wiederherstellungsweg für gehackte Konten.“
— Instagram-Hilfebereich zur Kontowiederherstellung, abgerufen im Juli 2026.
Instagram-Konto gehackt, aber Anmeldung noch möglich: Diese Schritte zuerst ausführen
Wer noch Zugriff hat, sollte sich nicht sofort abmelden. Eine aktive Sitzung kann der einzige verbliebene Zugang sein, falls der Täter Passwort und Wiederherstellungsdaten bereits verändert hat. Zuerst müssen Beweise gesichert und anschließend die Kontrolle über das Konto zurückgewonnen werden.
Screenshots sollten unbekannte Geräte, veränderte Kontaktdaten, verdächtige Nachrichten und neue Kontoverknüpfungen zeigen. Danach wird das Passwort geändert. Es muss einzigartig sein und darf weder beim E-Mail-Konto noch bei einem anderen Dienst verwendet werden.
Sofortmaßnahmen in der richtigen Reihenfolge
- Instagram auf dem bereits angemeldeten Gerät geöffnet lassen.
- Unbekannte Aktivitäten und Kontodaten dokumentieren.
- Das Passwort des hinterlegten E-Mail-Kontos ändern.
- Dort eine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.
- Das Instagram-Passwort durch ein neues, einmaliges Passwort ersetzen.
- E-Mail-Adresse und Telefonnummer im Kontencenter kontrollieren.
- Fremde Kontaktdaten entfernen.
- Unbekannte Meta-Konten oder Profile trennen.
- Die Instagram-Anmeldeaktivitäten öffnen.
- Alle unbekannten Geräte abmelden.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung für Instagram einrichten.
- Neue Backup-Codes erstellen und offline speichern.
Instagram ermöglicht es, aktive Anmeldungen einzusehen und ausgewählte Geräte abzumelden. Ein unbekannter Standort ist allerdings nicht immer ein Beweis für einen Angriff, weil Mobilfunknetze, VPN-Dienste und Internetanbieter den Standort ungenau zuordnen können. Maßgeblich sind Gerätetyp, Zeitpunkt und die Frage, ob die Anmeldung tatsächlich zum eigenen Nutzungsverhalten passt.
Nach einer verdächtigen Aktivität sollte auch das E-Mail-Konto geprüft werden. Eine ausführliche Anleitung zum Absichern eines Google-Kontos mit Passwortwechsel, Geräteprüfung und Zwei-Faktor-Schutz zeigt, welche Einstellungen dabei zuerst kontrolliert werden sollten.

Warum das E-Mail-Passwort zuerst geändert werden sollte
Die hinterlegte E-Mail-Adresse ist häufig der zentrale Wiederherstellungsweg. Hat der Angreifer Zugriff auf dieses Postfach, kann er neue Instagram-Passwörter anfordern, Sicherheitsmeldungen löschen und Änderungen bestätigen. Ein neues Instagram-Passwort allein reicht dann nicht aus.
Auch Weiterleitungsregeln und Filter im E-Mail-Konto müssen kontrolliert werden. Täter können Regeln anlegen, durch die Sicherheitsnachrichten automatisch archiviert, gelöscht oder an eine fremde Adresse weitergeleitet werden. Zusätzlich sind aktive E-Mail-Sitzungen und hinterlegte Wiederherstellungsadressen zu prüfen.
Kein Zugriff mehr: So lässt sich der Instagram-Account zurückholen
Ist die Anmeldung nicht mehr möglich, sollte der Wiederherstellungsprozess direkt über die Instagram-App oder die offizielle Kontowiederherstellung gestartet werden. Nutzer geben dabei den bekannten Benutzernamen, die bisherige E-Mail-Adresse oder die Telefonnummer ein. Je nach Kontostatus bietet Instagram einen Anmeldelink, einen Sicherheitscode oder eine zusätzliche Identitätsprüfung an.
Wurde die E-Mail-Adresse geändert, versendet Instagram gewöhnlich eine Sicherheitsnachricht an die zuvor hinterlegte Adresse. Diese Nachricht kann eine Möglichkeit enthalten, die Änderung rückgängig zu machen. Solche Mitteilungen stammen laut Instagram unter anderem von security@mail.instagram.com.
Wiederherstellung über die Instagram-App
Der genaue Wortlaut der Schaltflächen kann je nach App-Version und Betriebssystem abweichen. Typischerweise verläuft der Vorgang so:
- Instagram öffnen.
- Auf „Passwort vergessen?“ oder „Hilfe beim Anmelden“ tippen.
- Benutzername, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer eingeben.
- „Weitere Hilfe“ oder „Anderen Weg versuchen“ auswählen, wenn kein Zugriff auf die angezeigten Kontaktdaten besteht.
- Angeben, dass das Konto gehackt wurde.
- Eine erreichbare und sichere E-Mail-Adresse hinterlegen.
- Den zugesandten Sicherheitscode eingeben.
- Bei Aufforderung die Identität bestätigen.
- Nach erfolgreicher Prüfung ein neues Passwort festlegen.
- Anschließend alle Kontaktdaten und aktiven Sitzungen kontrollieren.
Wer keinen Zugriff mehr auf die ursprünglich hinterlegte Telefonnummer oder E-Mail-Adresse hat, kann in der App den alternativen Wiederherstellungsweg auswählen. Instagram beschreibt dafür die Option „Anderen Weg versuchen“, über die zusätzliche Hilfeschritte erreichbar sein können.
Mehrere parallele Wiederherstellungsanfragen können den Vorgang unübersichtlich machen. Sinnvoll ist, eine sichere E-Mail-Adresse zu verwenden, eingehende Nachrichten vollständig zu lesen und angeforderte Bestätigungen ohne unnötige Verzögerung auszuführen.
Was bei einem geänderten Benutzernamen gilt
Ein Angreifer kann den sichtbaren Instagram-Namen und den eindeutigen Benutzernamen ändern. Freunde finden das Konto dann möglicherweise nicht mehr unter der bisherigen Adresse. Alte Nachrichten, Markierungen, E-Mail-Benachrichtigungen und Browser-Verläufe können helfen, das Profil wiederzufinden.
Hilfreich sind:
- frühere Direktnachrichten mit dem Profil;
- Markierungen auf fremden Beiträgen;
- alte Profil-Links;
- Sicherheits-E-Mails von Instagram;
- Screenshots des bisherigen Profils;
- Rechnungen für Instagram-Werbung;
- Verknüpfungen mit einer Facebook-Seite;
- gespeicherte Anmeldedaten im Passwortmanager.
Bei geschäftlichen Konten sollten zusätzlich Rechnungsdaten, Werbekonto-Informationen und frühere Administratoren dokumentiert werden. Diese Unterlagen ersetzen keine Instagram-Prüfung, können aber bei der eindeutigen Zuordnung des Kontos helfen.
Video-Selfie und Identitätsprüfung: Wann Instagram zusätzliche Nachweise verlangt
Instagram kann bei der Wiederherstellung eine Identitätsprüfung per Video-Selfie anbieten. Dabei wird kein gewöhnliches Profilfoto aufgenommen. Die App fordert den Nutzer auf, den Kopf in verschiedene Richtungen zu bewegen, damit eine reale Person und kein statisches Bild geprüft werden kann.
Diese Methode wird vor allem bei Konten eingesetzt, auf denen Fotos der betroffenen Person veröffentlicht wurden. Bei Profilen ohne persönliche Bilder können andere Prüfwege erscheinen. Instagram entscheidet abhängig vom Konto und den verfügbaren Informationen, welche Bestätigung verlangt wird.
„Instagram verwendet Video-Selfies zur Identitätsprüfung, weil Fotos und Ausweisdokumente digital verändert werden können.“
— Instagram-Hilfebereich zur Video-Selfie-Verifizierung.
Für die Aufnahme sollte das Gesicht gleichmäßig beleuchtet sein. Mützen, stark spiegelnde Brillen und Filter sind zu vermeiden. Die Kamera muss ruhig gehalten werden, während die angezeigten Bewegungen ausgeführt werden.
Mögliche Ursachen für eine abgelehnte Prüfung sind:
- schlechte Beleuchtung;
- eine verschmutzte oder unscharfe Kamera;
- starke Abweichungen von den Bildern im Profil;
- verdeckte Gesichtspartien;
- abgebrochene Kopfbewegungen;
- instabile Internetverbindung;
- eine veraltete Instagram-App;
- ein Profil, auf dem keine klaren Bilder der betroffenen Person vorhanden sind.
Eine Ablehnung bedeutet nicht zwingend, dass das Konto verloren ist. Nutzer sollten die Hinweise in der App beachten und den Vorgang erneut mit besserem Licht und stabiler Verbindung durchführen.
Wiederherstellungs-E-Mails prüfen und Phishing erkennen
Nach einem Hackerangriff erhalten Betroffene häufig echte und gefälschte Sicherheitsnachrichten gleichzeitig. Kriminelle nutzen die Stresssituation und versenden Links zu nachgebauten Instagram-Anmeldeseiten. Dort eingegebene Passwörter und Sicherheitscodes landen unmittelbar beim Täter.
Instagram zeigt in den Einstellungen eine Übersicht offizieller E-Mails, die innerhalb der vergangenen 14 Tage versendet wurden. Dadurch lässt sich prüfen, ob eine Nachricht tatsächlich von Instagram stammt. Sicherheits- und Anmelde-E-Mails werden dort getrennt von anderen Mitteilungen aufgeführt.
Merkmale verdächtiger Nachrichten
| Prüfkriterium | Eher echt | Eher betrügerisch |
|---|---|---|
| Nachricht in der Instagram-E-Mail-Übersicht vorhanden | Ja | Nein |
| Aufforderung, Passwort per Direktnachricht zu senden | Nein | Ja |
| Zeitdruck mit Kontolöschung innerhalb weniger Minuten | Ungewöhnlich | Häufig |
| Link führt zu einer abweichenden Domain | Nein | Ja |
| Forderung nach Zahlung für Wiederherstellung | Nein | Ja |
| Bitte um 2FA-Code im Chat | Nein | Ja |
| Fernzugriff auf Smartphone oder Computer verlangt | Nein | Ja |
| Kontaktaufnahme durch angeblichen „Recovery-Experten“ | Nein | Häufig |
Keine seriöse Wiederherstellung erfordert, dass das Passwort an eine Person geschickt wird. Auch Einmalcodes aus Authenticator-App oder SMS dürfen nicht weitergegeben werden. Ein solcher Code bestätigt eine Anmeldung und ist kein Support-Ticket.
Unbekannte Links sollten nicht geöffnet werden. Stattdessen ist Instagram direkt über die App oder durch manuelles Eingeben der bekannten Adresse aufzurufen. Wer Zugangsdaten bereits auf einer verdächtigen Seite eingegeben hat, muss Instagram- und E-Mail-Passwort sofort ändern.
Fremde Geräte, Apps und verbundene Konten vollständig entfernen
Ein neues Passwort kann fremde Zugriffe beenden, dennoch müssen alle Sitzungen kontrolliert werden. Angreifer können zusätzliche Meta-Profile verknüpfen, autorisierte Apps hinzufügen oder Änderungen vorbereiten, die nach der Passwortänderung weiterwirken.
Im Kontencenter sind persönliche Daten, Passwort- und Sicherheitsoptionen sowie verbundene Konten zu prüfen. Unbekannte Instagram- oder Facebook-Profile müssen entfernt werden. Bei Unternehmensprofilen sind Rollen, Seitenzugriffe und Werbekonten separat zu kontrollieren.
Der Beitrag zu verdächtigen Aktivitäten in einem Google-Konto beschreibt ein vergleichbares Grundprinzip: Nicht nur das Passwort, sondern auch aktive Geräte, Wiederherstellungswege und verknüpfte Dienste müssen bereinigt werden.
Checkliste nach erfolgreicher Anmeldung
- unbekannte Geräte abmelden;
- unbekannte Standorte dokumentieren;
- E-Mail-Adresse kontrollieren;
- Telefonnummer kontrollieren;
- verknüpfte Facebook-Konten prüfen;
- unbekannte Profile aus dem Kontencenter entfernen;
- autorisierte Drittanbieter-Apps widerrufen;
- neue Zwei-Faktor-Methode einrichten;
- bestehende Backup-Codes ersetzen;
- Profilname und Benutzername kontrollieren;
- archivierte und gelöschte Inhalte prüfen;
- Direktnachrichten auf Betrugsversuche kontrollieren;
- Werbekonto und Zahlungsmethoden prüfen;
- Freunde und Kunden über falsche Nachrichten informieren.
Unbekannte Beiträge oder Nachrichten sollten nicht sofort gelöscht werden, wenn ein finanzieller Schaden, eine Erpressung oder Identitätsmissbrauch vorliegt. Zuerst sind Screenshots, Links, Zeitangaben und Empfänger zu dokumentieren. Danach können Inhalte gemeldet, zurückgerufen oder entfernt werden.
Wie sich bereits verschickte Inhalte behandeln lassen, erklärt der Leitfaden zum Löschen und Zurückrufen von Instagram-Nachrichten. Ein vollständiger Chat verschwindet nur aus dem eigenen Postfach; selbst gesendete Nachrichten müssen einzeln zurückgerufen werden.
Instagram-Konto mit Zwei-Faktor-Authentifizierung dauerhaft absichern
Nach der Wiederherstellung muss die Zwei-Faktor-Authentifizierung neu eingerichtet werden. Ein Angreifer könnte zuvor eine eigene Telefonnummer oder Authenticator-App hinterlegt haben. Alte Einstellungen dürfen daher nicht ungeprüft übernommen werden.
Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird neben dem Passwort ein weiterer Anmeldefaktor verlangt. Instagram unterstützt unter anderem Authenticator-Apps und SMS-Codes. Eine Authenticator-App ist weniger von der Mobilfunknummer abhängig und schützt deshalb besser gegen bestimmte Angriffe auf die SIM-Karte.
„Backup-Codes ermöglichen die Anmeldung, wenn kein Zugriff auf Telefon, E-Mail oder reguläre Anmeldecodes besteht.“
— Instagram-Hilfebereich zu Zwei-Faktor-Authentifizierung und Backup-Codes.
Empfohlene Reihenfolge beim Einrichten
- Ein neues, einzigartiges Passwort vergeben.
- Authenticator-App als primäre Methode aktivieren.
- Zusätzliche Methode nur bei Bedarf hinterlegen.
- Neue Backup-Codes erzeugen.
- Codes nicht als Screenshot in der Smartphone-Galerie speichern.
- Eine Kopie offline oder in einem verschlüsselten Passwortmanager ablegen.
- Anmeldeanfragen aktivieren.
- Alle bekannten Geräte erneut prüfen.
- Wiederherstellungs-E-Mail und Telefonnummer aktualisieren.
- Den Notfallzugang testweise kontrollieren.
Backup-Codes sind Einmalcodes. Wird einer verwendet oder offengelegt, sollte ein neuer Satz erstellt werden. Die Codes gehören nicht in Direktnachrichten, unverschlüsselte Notizen oder gemeinsam genutzte Cloud-Ordner.
Warum SMS-Codes allein nicht immer ausreichen
SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung ist besser als ein reines Passwort, hängt jedoch von der Sicherheit der Mobilfunknummer ab. Bei SIM-Swapping wird die Nummer auf eine fremde SIM oder ein fremdes eSIM-Profil übertragen. Der Täter kann anschließend SMS-Codes empfangen und Passwortzurücksetzungen auslösen.
Warnzeichen sind ein plötzlicher Verlust des Mobilfunknetzes, unerwartete Nachrichten über eine neue SIM-Karte oder Änderungen am Mobilfunkvertrag. In diesem Fall muss der Mobilfunkanbieter sofort kontaktiert werden.
Der ausführliche Ratgeber zum Schutz vor SIM-Swapping und zur Absicherung der Mobilfunknummer erklärt, wie Provider-PIN, Authenticator-App und getrennte Wiederherstellungswege das Risiko reduzieren. Bei einem erfolgreichen SIM-Tausch können nicht nur soziale Netzwerke, sondern auch E-Mail-, Zahlungs- und Messenger-Konten betroffen sein.

Was nach betrügerischen Nachrichten oder finanziellen Forderungen zu tun ist
Haben Täter Kontakte angeschrieben, sollte das Umfeld schnell informiert werden. Eine öffentliche Story oder Nachricht über einen anderen verifizierten Kanal kann klarstellen, dass frühere Zahlungsaufforderungen, Links oder Investitionsangebote nicht vom Kontoinhaber stammten.
Empfänger sollten verdächtige Links nicht öffnen und keine Zahlungen leisten. Wurden bereits Bank- oder Kartendaten eingegeben, ist der Zahlungsdienst unverzüglich zu kontaktieren. Bei Überweisungen, Erpressung oder Identitätsmissbrauch sollten Belege gesichert und gegebenenfalls Strafanzeige erstattet werden.
Welche Beweise gesichert werden sollten
- Profil-URL und aktueller Benutzername;
- frühere Benutzernamen;
- Screenshots der betrügerischen Nachrichten;
- Datum und Uhrzeit;
- Empfänger der Nachrichten;
- verwendete Links und Domains;
- Zahlungsaufforderungen;
- Kontonummern, Wallet-Adressen oder Zahlungsnamen;
- E-Mails über Passwort- und Kontaktänderungen;
- unbekannte Geräte und Standorte;
- Rechnungen für nicht autorisierte Werbeanzeigen;
- Bestätigungen über veränderte Zahlungsmethoden.
Bei einem Unternehmensprofil sind außerdem Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter zu informieren. Eine kompromittierte Marke kann für gefälschte Gewinnspiele, Stellenangebote, Rabattaktionen oder Supportanfragen missbraucht werden.
Häufige Fehler, die die Wiederherstellung erschweren
Ein häufiger Fehler ist die Zahlung an angebliche Hacker, Spezialisten oder Supportmitarbeiter. Solche Angebote erscheinen oft direkt unter Beiträgen über gehackte Konten. Die Anbieter behaupten, sie könnten den Zugang innerhalb weniger Minuten zurückholen, verlangen jedoch Geld, Passwörter oder Sicherheitscodes.
Problematisch ist auch, das Smartphone zurückzusetzen oder Instagram zu deinstallieren, bevor der Zugang gesichert wurde. Dadurch kann eine noch aktive Sitzung verloren gehen. Eine Neuinstallation ist erst sinnvoll, wenn Passwort, 2FA-Methode und Wiederherstellungsdaten verfügbar sind.
Weitere Fehler sind:
- immer wieder dasselbe kompromittierte Passwort verwenden;
- Wiederherstellungscodes an fremde Personen schicken;
- mehrere widersprüchliche Supportanfragen gleichzeitig stellen;
- das E-Mail-Konto nicht absichern;
- unbekannte Meta-Konten verknüpft lassen;
- nur sichtbare Beiträge löschen, aber Sitzungen nicht beenden;
- Screenshots und Beweise vor einer Meldung entfernen;
- Authenticator-App wechseln, ohne Backup-Codes zu speichern;
- Browser-Erweiterungen zur angeblichen Kontoreparatur installieren;
- sich über Links aus Direktnachrichten anmelden.
Der entscheidende Unterschied liegt zwischen sichtbarer Bereinigung und technischer Absicherung. Gelöschte Spam-Beiträge bedeuten nicht, dass der Angreifer keinen Zugriff mehr besitzt.
Fragen und Antworten zum gehackten Instagram-Konto
Wie schnell muss ein gehacktes Instagram-Konto gesichert werden?
Sofort nach dem ersten eindeutigen Warnzeichen. Je länger der Zugriff besteht, desto mehr Zeit hat der Täter, Kontaktdaten zu ändern, weitere Profile zu verknüpfen und Nachrichten an Follower zu senden. Zuerst sollte das E-Mail-Konto geschützt, danach die Instagram-Wiederherstellung gestartet werden.
Kann ein Instagram-Konto ohne Zugriff auf E-Mail und Telefonnummer wiederhergestellt werden?
Instagram kann alternative Prüfwege anbieten. Dazu gehören eine sichere neue Kontaktadresse, Sicherheitsfragen innerhalb des Wiederherstellungsprozesses oder eine Video-Selfie-Prüfung. Welche Methode erscheint, hängt vom Konto und den verfügbaren Identitätsmerkmalen ab.
Sollte das alte Instagram-Passwort noch einmal verwendet werden?
Nein. Das neue Passwort muss einzigartig sein und darf bei keinem anderen Dienst verwendet werden. Wurde das alte Passwort auch für E-Mail, Facebook, Online-Shops oder andere Konten genutzt, muss es dort ebenfalls ersetzt werden.
Reicht es, nur das Instagram-Passwort zu ändern?
Nein. Zusätzlich müssen E-Mail-Konto, Telefonnummer, aktive Geräte, Kontencenter, verbundene Profile, Drittanbieter-Apps und Zwei-Faktor-Einstellungen geprüft werden. Andernfalls kann ein fremder Wiederherstellungsweg bestehen bleiben.
Welche Zwei-Faktor-Methode ist für Instagram sinnvoll?
Eine Authenticator-App ist für viele Nutzer die robustere Hauptmethode, weil die Codes lokal erzeugt werden und nicht ausschließlich von der Mobilfunknummer abhängen. Zusätzlich müssen Backup-Codes sicher offline gespeichert werden.
Kann Instagram Direktnachrichten des Hackers vollständig löschen?
Selbst gesendete Nachrichten können je nach verfügbarer Funktion einzeln zurückgerufen werden. Das Löschen eines gesamten Chats entfernt ihn normalerweise nur aus dem eigenen Postfach. Empfänger können Inhalte außerdem bereits gelesen, fotografiert oder weitergeleitet haben.
Wie lässt sich prüfen, ob eine Sicherheits-E-Mail echt ist?
Instagram zeigt in den Einstellungen offizielle E-Mails der vergangenen 14 Tage an. Fehlt die Nachricht dort, enthält sie eine fremde Domain oder verlangt sie Passwort, 2FA-Code oder Zahlung, darf der Link nicht verwendet werden.
Was ist zu tun, wenn nach der Wiederherstellung weiterhin fremde Beiträge erscheinen?
Dann besteht möglicherweise noch eine aktive Sitzung, ein verknüpftes Konto oder eine autorisierte Drittanbieter-App. Das Passwort muss erneut geändert, alle Geräte müssen abgemeldet und sämtliche Verknüpfungen im Kontencenter kontrolliert werden. Auch das E-Mail-Konto und das verwendete Gerät sind auf Fremdzugriff zu prüfen.
Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: WhatsApp Benutzername reservieren: So funktioniert die neue Anmeldung ohne Telefonnummer
