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Deutschlandticket-App ohne Internet: Wird der QR-Code bei der Kontrolle akzeptiert

Deutschlandticket-App ohne Internet: So bleibt der QR-Code bei der Kontrolle gültig, welche Offline-Funktionen Apps bieten und warum Ausweis, Akku und aktueller Monat entscheidend sind im Nahverkehr

von Adham Gurtel

Das Deutschlandticket ohne Internet kann bei einer Fahrkartenkontrolle grundsätzlich vorgezeigt und geprüft werden, sofern der gültige QR-Code bereits in der verwendeten App auf dem Smartphone gespeichert und dort abrufbar ist. Die Redaktion von Techify.de berichtet unter Berufung auf die offiziellen Hinweise der Deutschlandticket-App und der Deutschen Bahn: Eine aktive Mobilfunk- oder WLAN-Verbindung ist beim eigentlichen Scan nicht zwingend erforderlich, weil der Kontrollcode direkt vom Display gelesen wird.

Entscheidend ist jedoch, dass das Ticket für den aktuellen Gültigkeitsmonat vollständig geladen wurde und die App den Barcode tatsächlich anzeigt. Ein vorhandenes Abonnement, eine Zahlungsbestätigung oder ein Screenshot ersetzen den in der App hinterlegten gültigen Fahrschein bei der regulären Kontrolle nicht automatisch. Außerdem müssen Fahrgäste einen amtlichen Lichtbildausweis mitführen, weil das Deutschlandticket personengebunden und nicht übertragbar ist.

Der QR-Code kann auch offline gescannt werden

Die offizielle Deutschlandticket-App erklärt ausdrücklich, dass sich der Barcode auch ohne aktive Internetverbindung öffnen lässt. Voraussetzung ist, dass das Ticket zuvor in der App bereitgestellt und auf das Gerät geladen wurde.

„Das geht auch, wenn du während der Fahrt keine Internetverbindung hast bzw. offline bist.“

Diese Information bezieht sich auf die unter dem Namen „Deutschlandticket App“ angebotene Anwendung. Dort befindet sich der Fahrschein im Bereich „Meine Tickets“. Fahrgäste sollten den QR-Code vor Fahrtantritt einmal öffnen, insbesondere wenn sie in Tunneln, ländlichen Regionen oder auf Bahnstrecken mit instabiler Mobilfunkversorgung unterwegs sind.

Bei der Kontrolle liest das Prüfgerät den auf dem Smartphone dargestellten Code ein. Die Deutsche Bahn beschreibt die Funktion eindeutig: Der QR-Code enthält ein digitales Zertifikat, das die Echtheit des Tickets bestätigt. Persönliche Angaben wie Anschrift oder Telefonnummer sind nach Angaben der Bahn nicht im Code gespeichert.

„Der QR Code auf dem Digitalen Ticket dient zur Ticketkontrolle im Zug.“

Damit hängt die technische Prüfung nicht davon ab, ob das Smartphone im Moment der Kontrolle Daten aus dem Mobilfunknetz empfängt. Der Fahrschein muss jedoch auf dem Display verfügbar sein. Kann die App den Code wegen eines nicht abgeschlossenen Downloads, einer abgelaufenen Sitzung oder eines App-Fehlers nicht öffnen, ist eine reguläre elektronische Kontrolle nicht möglich.

Was Fahrgäste vor der Fahrt prüfen sollten

Der wichtigste Schritt besteht darin, das Deutschlandticket noch bei bestehender Internetverbindung aufzurufen. Das gilt besonders am Monatsanfang, wenn die App den neuen Gültigkeitszeitraum aktualisiert.

Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass die Vorschau unter „Reisen“ zeitweise verzögert aktualisiert werden kann. Maßgeblich ist deshalb nicht nur die Übersicht, sondern die Detailansicht des Tickets mit sichtbarem QR-Code und aktuellem Zeitraum.

Vor Fahrtantritt sollten Nutzer kontrollieren:

  • Ist das Ticket für den aktuellen Monat sichtbar?
  • Lässt sich der QR-Code vollständig öffnen?
  • Ist die Displayhelligkeit ausreichend?
  • Ist der Akku ausreichend geladen?
  • Liegt ein gültiger Lichtbildausweis bereit?
  • Ist die App auf dem Gerät noch angemeldet?

Ein bereits sichtbarer und aktuell gültiger Barcode bleibt in Apps mit Offline-Funktion normalerweise auch dann abrufbar, wenn das Mobilfunknetz während der Fahrt ausfällt. Welche Offline-Speicherung technisch angeboten wird, hängt allerdings von der jeweiligen Verkaufs-App und dem Verkehrsunternehmen ab. Deutschlandtickets werden nicht nur über den DB Navigator, sondern auch über Apps regionaler Verkehrsverbünde und anderer Anbieter ausgegeben.

Für den DB Navigator nennt die Deutsche Bahn als Kontrollweg den Bereich „Reisen“. Nach Auswahl des Fahrscheins befindet sich der QR-Code im Reiter „Ticket“. Wird das Deutschlandticket dort nicht mehr angezeigt, kann es mit der Abonummer und dem Nachnamen erneut hinzugefügt werden. Dafür ist eine Internetverbindung erforderlich.

Ein Screenshot gilt nicht als reguläres Handy-Ticket

Von einem Screenshot des QR-Codes rät die Deutsche Bahn ausdrücklich ab. Nach den offiziellen Hinweisen ist ein Ausdruck oder Screenshot eines ausschließlich als Handy-Ticket ausgegebenen Deutschlandtickets nicht gültig.

„Ein Ausdruck des Handy-Tickets, z. B. in Form eines Screenshots, ist nicht gültig.“

Der Grund liegt in der technischen Ausgestaltung digitaler Fahrscheine. Kontrollpersonal soll den aktuellen, in der vorgesehenen Anwendung bereitgestellten Fahrschein prüfen. Ein gespeichertes Bild kann veraltet, weitergegeben oder einem früheren Gültigkeitszeitraum zugeordnet sein.

Fahrgäste sollten deshalb nicht allein auf ein Foto des Barcodes vertrauen. Auch eine Abobestätigung dokumentiert zwar den Vertragsabschluss, ersetzt aber nicht in jedem Kontrollsystem den vorzeigbaren gültigen Fahrschein. Der Anbieter Deutschlandticket.de nennt die Abobestätigung als möglichen zusätzlichen Nachweis, falls der QR-Code vom Kontrollgerät nicht gelesen werden kann.

Dabei sind zwei Situationen zu unterscheiden:

  • Der QR-Code ist sichtbar, lässt sich aber vom Prüfgerät nicht lesen: Die Abobestätigung kann als ergänzender Nachweis dienen.
  • Der QR-Code kann auf dem Smartphone überhaupt nicht angezeigt werden: Dann fehlt bei der Kontrolle zunächst der unmittelbar prüfbare digitale Fahrschein.

Welche weiteren Schritte folgen, richtet sich nach den Beförderungsbedingungen des kontrollierenden Verkehrsunternehmens.

Deutschlandticket-App ohne Internet: Wird der QR-Code bei der Kontrolle akzeptiert

Ohne Lichtbildausweis ist die Kontrolle nicht vollständig

Das Deutschlandticket ist ein persönlicher Fahrschein. Es darf nicht an andere Personen weitergegeben werden. Deshalb kann das Kontrollpersonal zusätzlich zum QR-Code einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis verlangen.

Die Deutsche Bahn erklärt, dass Fahrgäste bei der Kontrolle zur Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises verpflichtet sind. Das gilt auch dann, wenn eine ausgegebene Chipkarte bereits ein Foto enthält.

Als Nachweisdokumente akzeptiert die Bahn unter anderem deutsche oder europäische Personalausweise sowie weitere in ihren Bedingungen genannte amtliche Dokumente. Der Name auf dem Deutschlandticket muss zur kontrollierten Person passen.

Eine funktionierende Offline-Anzeige des QR-Codes beseitigt diese Ausweispflicht nicht. Wer nur den Barcode zeigt, aber seine Identität auf Aufforderung nicht nachweisen kann, erfüllt die vollständigen Kontrollanforderungen nicht.

Was bei leerem Akku oder defektem Smartphone gilt

Kein Internet und ein nicht funktionsfähiges Smartphone sind rechtlich und technisch unterschiedliche Fälle. Ohne Netz kann ein zuvor geladenes Ticket weiterhin sichtbar sein. Bei leerem Akku, defektem Display oder abgestürzter App lässt sich dagegen kein QR-Code vorzeigen.

Der Anbieter Deutschlandticket.de weist darauf hin, dass für die Nutzung eines digital ausgegebenen Tickets ein digitales Endgerät erforderlich ist. Als Alternative zur App kann der Fahrschein bei unterstützten Angeboten in einer Apple- oder Google-Wallet gespeichert werden. Diese Wallet-Variante lässt sich nach Angaben des Anbieters offline nutzen, muss aber für den jeweiligen Monat aktualisiert werden.

Für die Fahrt bedeutet das:

  • Smartphone vor Abfahrt ausreichend laden;
  • Ticket für den aktuellen Monat öffnen;
  • Wallet-Version nur verwenden, wenn der Anbieter sie offiziell bereitstellt;
  • Abonummer und Bestätigungsmail getrennt speichern;
  • bei dauerhaft unsicherer Smartphone-Nutzung eine Chipkarte prüfen.

Das Deutschlandticket wird je nach Anbieter als Handy-Ticket oder Chipkarte ausgegeben. Am Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn ist es nicht erhältlich.

Die entscheidende Regel bei der Offline-Kontrolle

Bei einer Kontrolle wird der Deutschlandticket-QR-Code auch ohne aktive Internetverbindung akzeptiert, wenn er in der vorgesehenen App oder einer offiziell unterstützten Wallet geöffnet werden kann, für den aktuellen Zeitraum gültig ist und zum vorgelegten Lichtbildausweis passt.

Nicht ausreichend sind ein bloßer Screenshot, ein leerer Akku oder die Annahme, dass der Kontrolleur das bestehende Abonnement allein anhand des Namens ermitteln kann. Wer vor der Fahrt den aktuellen Monat, den Barcode, den Akkustand und den Ausweis prüft, kann das Deutschlandticket auch auf Strecken ohne Mobilfunkempfang regulär vorzeigen.

Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: Android-Handy wechselt ständig zwischen WLAN und mobilen Daten: Diese Einstellung ist der Grund

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