WhatsApp auf alten Handys steht 2026 vor zwei konkreten Einschnitten: Ab dem 8. September unterstützt der Messenger nur noch Smartphones mit Android 6.0 oder neuer. Für iPhones steigt die Mindestanforderung am 30. November von iOS 15.1 auf iOS 15.5, wie die Redaktion von Techify.de unter Berufung auf das offizielle WhatsApp-Hilfecenter berichtet.
Betroffen ist damit nicht automatisch jedes ältere Smartphone. Entscheidend sind weder Kaufdatum noch Modellbezeichnung allein, sondern die tatsächlich installierte Betriebssystemversion und die Frage, ob der Hersteller noch ein ausreichend neues Systemupdate bereitstellt. Vor allem Android-Geräte, die dauerhaft bei Android 5.0 oder 5.1 stehen geblieben sind, verlieren im September die offizielle Kompatibilität.
WhatsApp erhöht 2026 die Mindestanforderungen
Bis zum 7. September 2026 lässt sich WhatsApp laut den veröffentlichten Systemanforderungen noch auf Android-Geräten ab Version 5.0 verwenden. Einen Tag später verschiebt der Dienst die Untergrenze auf Android 6.0. Smartphones mit Android 5.0 Lollipop oder Android 5.1 Lollipop erfüllen die Vorgaben dann nicht mehr.
Bei Apple erfolgt die Änderung später und fällt kleiner aus. Derzeit verlangt WhatsApp mindestens iOS 15.1. Ab dem 30. November 2026 wird iOS 15.5 vorausgesetzt. Nutzer eines iPhones müssen deshalb prüfen, ob ihr Gerät auf iOS 15.5 oder eine höhere Version aktualisiert werden kann.
| Plattform | Mindestversion derzeit | Neue Mindestversion | Termin |
|---|---|---|---|
| Android | Android 5.0 | Android 6.0 | 8. September 2026 |
| iPhone | iOS 15.1 | iOS 15.5 | 30. November 2026 |
Die Android-Umstellung dürfte mehr Geräte unmittelbar ausschließen. Zwischen Android 5.1 und Android 6.0 liegt ein vollständiger Versionssprung. Viele Smartphones aus den frühen 2010er-Jahren erhielten nach Android 5 kein weiteres offizielles Update.
Beim iPhone bleiben dagegen Geräte kompatibel, die zwar kein modernes iOS mehr erhalten, aber mindestens auf eine Version der iOS-15-Reihe ab 15.5 aktualisiert werden können. Dazu gehören grundsätzlich auch Modelle, für die Apple weiterhin Aktualisierungen innerhalb von iOS 15 veröffentlicht hat.
Diese Android-Smartphones können betroffen sein
WhatsApp veröffentlicht keine verbindliche Modellliste für das Supportende. Listen, die im Internet mit Dutzenden angeblich gesperrten Geräten kursieren, sind deshalb mit Vorsicht zu behandeln. Ein Smartphone-Modell kann je nach Region, Mobilfunkanbieter und Gerätevariante unterschiedliche Systemupdates erhalten haben.
Sicher betroffen sind Geräte, auf denen am 8. September 2026 weiterhin Android 5.0 oder Android 5.1 installiert ist und für die kein Update auf mindestens Android 6.0 verfügbar ist. Dazu können ältere Modelle aus folgenden Baureihen gehören:
- Samsung Galaxy S4 und verschiedene ältere Galaxy-S- oder Galaxy-Ableger;
- Google Nexus 4;
- Sony Xperia Z, Xperia Z1 und vergleichbare Gerätegenerationen;
- LG G2 sowie ältere LG-Optimus-Modelle;
- HTC One M7 und andere Geräte, deren offizieller Support bei Android 5 endete;
- ältere Huawei-Ascend-Modelle;
- Smartphones kleinerer Hersteller, die nie ein Update über Android 5 hinaus erhielten.
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Sie bedeutet außerdem nicht, dass jede regionale Variante der genannten Modelle zwangsläufig betroffen ist. Maßgeblich bleibt die Android-Version, die in den Systemeinstellungen angezeigt wird.
Ein Gerät, das ursprünglich mit Android 5 ausgeliefert wurde, kann weiterhin kompatibel sein, wenn später ein offizielles Update auf Android 6 oder neuer installiert wurde. Umgekehrt kann auch ein theoretisch aktualisierbares Smartphone den Zugang verlieren, wenn das verfügbare Systemupdate nie eingespielt wurde.
Welche iPhones 2026 weiter funktionieren können
Die neue iPhone-Grenze liegt ab dem 30. November bei iOS 15.5. Bereits seit 2025 unterstützt WhatsApp keine iPhones mehr, die dauerhaft unter iOS 15.1 geblieben sind. Geräte wie das iPhone 5s, iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind daher nicht erst von der neuen Änderung Ende 2026 betroffen, sondern erfüllen schon die gegenwärtigen Anforderungen nicht.
Das iPhone 6s, das iPhone 6s Plus und das iPhone SE der ersten Generation können dagegen Versionen der iOS-15-Reihe ausführen. Sind sie auf iOS 15.5 oder neuer aktualisiert, erfüllen sie auch die für Ende November angekündigte Mindestanforderung.
Für iPhone-Nutzer ergibt sich damit folgende Einordnung:
- iPhone 5s, iPhone 6 und iPhone 6 Plus: bereits unterhalb der aktuellen WhatsApp-Anforderung;
- iPhone 6s und iPhone 6s Plus: kompatibel, sofern mindestens iOS 15.5 installiert ist;
- iPhone SE der ersten Generation: kompatibel, sofern mindestens iOS 15.5 installiert ist;
- neuere iPhones: grundsätzlich nicht von dieser konkreten Mindestgrenze betroffen, wenn das System aktualisiert wurde.
Auch hier ist die installierte Software entscheidend. Ein unterstütztes iPhone kann vorübergehend als inkompatibel erscheinen, wenn es noch mit einer alten iOS-Version betrieben wird, obwohl ein neueres Update verfügbar wäre.

So lässt sich die Android-Version prüfen
Android-Nutzer finden die Versionsnummer in der Regel unter „Einstellungen“, „Über das Telefon“ oder „Telefoninfo“ und anschließend unter „Android-Version“. Die genaue Bezeichnung der Menüpunkte unterscheidet sich je nach Hersteller.
Wer dort Android 5.0 oder Android 5.1 sieht, sollte unter „System“ beziehungsweise „Softwareupdate“ nach einer Aktualisierung suchen. Wird Android 6.0 oder eine neuere Version angeboten, muss nicht zwingend ein neues Smartphone gekauft werden. Nach Installation des Updates erfüllt das Gerät weiterhin die veröffentlichte Mindestanforderung.
Zeigt der Hersteller dagegen an, dass bereits die neueste verfügbare Software installiert ist, obwohl das Smartphone noch Android 5 verwendet, endet die offizielle WhatsApp-Unterstützung voraussichtlich am 8. September 2026.
Inoffizielle Android-Versionen oder sogenannte Custom-ROMs können technisch ein neueres System auf alte Hardware bringen. Für durchschnittliche Nutzer sind sie jedoch keine verlässliche Standardlösung. Installation, Gerätekompatibilität, Sicherheitsupdates und der Zugriff auf sicherheitsrelevante Anwendungen können dabei Probleme verursachen.
So kontrollieren iPhone-Nutzer ihre iOS-Version
Auf einem iPhone steht die installierte Version unter „Einstellungen“, „Allgemein“ und „Info“. Unter „iOS-Version“ muss spätestens ab dem 30. November 2026 mindestens 15.5 angezeigt werden.
Verfügbare Aktualisierungen finden Nutzer unter „Einstellungen“, „Allgemein“ und „Softwareupdate“. Ist dort iOS 15.5 oder eine höhere Version verfügbar, sollte sie vor dem Stichtag installiert werden. Vor größeren Updates empfiehlt sich eine Sicherung der persönlichen Daten.
Ein iPhone mit iOS 15.1, 15.2, 15.3 oder 15.4 erfüllt die neue Vorgabe ab Ende November nicht mehr. In der Praxis lassen sich Geräte, die diese Zwischenversionen ausführen, häufig auf eine spätere Version innerhalb von iOS 15 aktualisieren. Nutzer sollten sich deshalb nicht allein an der aktuell angezeigten Versionsnummer orientieren, sondern aktiv nach Updates suchen.
Was nach dem Ende der Unterstützung passiert
Das Supportende bedeutet nicht zwingend, dass WhatsApp auf jedem betroffenen Gerät exakt um Mitternacht vollständig verschwindet. Zunächst kann die App noch starten, während neue Versionen nicht mehr installiert werden können. Später können Anmeldung, Nachrichtenversand oder einzelne Funktionen ausfallen.
WhatsApp weist Nutzer nicht unterstützter Betriebssysteme üblicherweise innerhalb der App auf die bevorstehende Änderung hin. Betroffene erhalten damit Gelegenheit, ihr Betriebssystem zu aktualisieren, ihre Chats zu sichern oder auf ein anderes Gerät zu wechseln.
Auf eine längerfristige Nutzung einer veralteten App-Version sollte man sich nicht verlassen. Ohne neue Updates können technische Änderungen auf den WhatsApp-Servern dazu führen, dass ältere Anwendungen keine Verbindung mehr herstellen. Hinzu kommt, dass Fehlerkorrekturen, neue Funktionen und Sicherheitsverbesserungen nicht mehr für die ausgeschlossene Systemversion bereitgestellt werden.
Chats vor einem Gerätewechsel sichern
Wer sein altes Smartphone nicht auf Android 6 beziehungsweise iOS 15.5 aktualisieren kann, sollte den Gerätewechsel vor dem jeweiligen Termin vorbereiten. Besonders wichtig ist eine aktuelle Sicherung der WhatsApp-Chats.
Vor dem Wechsel sollten Nutzer:
- WhatsApp auf die neueste noch verfügbare Version aktualisieren;
- in den WhatsApp-Einstellungen den Bereich „Chats“ und „Chat-Backup“ öffnen;
- prüfen, wann die letzte Sicherung erstellt wurde;
- wichtige Fotos, Videos und Dokumente zusätzlich speichern;
- sicherstellen, dass die bisherige Telefonnummer weiterhin erreichbar ist;
- WhatsApp auf dem neuen Gerät mit derselben Telefonnummer einrichten;
- die angebotene Wiederherstellung oder direkte Chatübertragung durchführen.
Die Sicherungsmethode hängt von der Plattform und der gewählten Übertragungsart ab. Wer von Android zu Android oder von iPhone zu iPhone wechselt, kann in der Regel die integrierte Sicherung beziehungsweise direkte Übertragung nutzen. Bei einem Wechsel zwischen Android und iPhone müssen die dafür vorgesehenen Migrationsfunktionen beachtet werden.
Die verbreitete Formulierung, WhatsApp sperre 2026 eine bestimmte Liste alter Handys, greift zu kurz. Offiziell werden Betriebssystemversionen ausgeschlossen, nicht pauschal Modellnamen. Zwei äußerlich identische Geräte können deshalb unterschiedlich betroffen sein, wenn auf einem Smartphone ein neueres System installiert wurde.
Für Android-Nutzer ist der 8. September 2026 der zentrale Termin. Ab diesem Tag muss mindestens Android 6.0 laufen. Auf iPhones gilt ab dem 30. November mindestens iOS 15.5. Wer die eigene Version rechtzeitig kontrolliert, ein verfügbares Update installiert und seine Chats sichert, kann Datenverlust und einen unerwarteten Ausfall des Messengers vermeiden.
Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: Android 17 ist da: Diese neuen Funktionen kommen zuerst auf Pixel-Smartphones
