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PSN-Profil zeigt fremde Spiele: PS5-Nutzer fürchten Hack nach seltsamen Einträgen

· 5 Min. Lesezeit

PSN-Profil zeigt fremde Spiele: Mehrere Besitzer einer PlayStation 5 berichten, dass in der Rubrik „Zuletzt gespielt“ plötzlich Titel erschienen, die sie nach eigenen Angaben weder gekauft noch gestartet hatten. Das berichtet techify.de von unter Berufung auf GIGA, Push Square und Nutzerberichte aus Reddit. Besonders auffällig waren Titel mit zweideutigen oder nicht jugendfreien Namen, darunter „Sex Store Simulator“ und „Hentai Princess“.

Der Vorfall sorgte schnell für Verunsicherung, weil die falschen Einträge direkt im sichtbaren PSN-Profil auftauchten. Für viele Nutzer sah das zunächst nach einem kompromittierten Konto aus. Nach dem bisher bekannten Stand gibt es jedoch keine belastbaren Hinweise darauf, dass einzelne PlayStation-Accounts tatsächlich übernommen wurden. Mehrere Berichte sprechen eher von einem Fehler oder einer möglichen Manipulation im Bereich der Profil- und Aktivitätsdaten.

Was genau in den PS5-Profilen auftauchte

Ausgangspunkt der Diskussion war ein Reddit-Beitrag eines PlayStation-Nutzers, der schrieb, dass ihm fremde Spiele in „Recently Played“ angezeigt wurden. Nach seiner Darstellung sei dies bereits zum zweiten Mal passiert; eines der Spiele habe nicht einmal einen sichtbaren Download im PlayStation Store gehabt. Andere Nutzer meldeten ähnliche Fälle.

Die Einträge wirkten nicht wie normale Spielaktivität. In Berichten war von absurden Spielzeiten die Rede, teils von Tausenden Stunden. GIGA nennt als Beispiel Einträge mit angeblich mehr als 8.000 Stunden. PlayStation Lifestyle berichtete ebenfalls über rätselhafte Spiele in Bibliotheken und „Recently Played“-Bereichen, die Nutzer nicht gekauft hatten.

Gerade die Art der Titel machte den Vorfall für Betroffene unangenehm. Ein fremdes Spiel im Profil ist bereits irritierend. Wenn dort aber plötzlich ein Titel mit sexuellem Namen erscheint, kann das auch gegenüber Freunden oder anderen sichtbaren Profilbesuchern peinlich werden. Deshalb entwickelte sich der Fall schnell von einem technischen Anzeigeproblem zu einer Sicherheitsdebatte.

Warum bisher nicht von einem klassischen Hack gesprochen werden kann

Ein klassischer Account-Hack würde meist weitere Spuren hinterlassen: unbekannte Käufe, geänderte Login-Daten, fremde Geräte, neue Zahlungsaktivitäten oder Änderungen an der E-Mail-Adresse. In den bisher öffentlich bekannten Fällen geht es vor allem um falsche Einträge in der Aktivitätsanzeige. Das ist ernst, beweist aber noch keine vollständige Kontoübernahme.

Push Square beschreibt den Vorgang als erneutes Sicherheitsproblem rund um PSN, nennt aber ebenfalls keine belastbaren Belege für massenhaft gehackte Konten. Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie fremde oder manipulierte Spieldaten in Nutzerprofile gelangen konnten.

Auch technische Berichte deuten in diese Richtung. Eteknix schreibt, das Problem scheine derzeit mit APIs zusammenzuhängen, die offenbar genutzt werden konnten, um die „Recently Played“-Liste zu beeinflussen. Das wäre eine andere Art von Vorfall als ein gestohlenes Passwort. Für Nutzer fühlt sich das Ergebnis trotzdem ähnlich an: Im eigenen Profil steht etwas, das nicht vom eigenen Verhalten stammt.

Sony löschte offenbar zeitweise die „Zuletzt gespielt“-Liste

Sony äußerte sich zunächst nicht ausführlich öffentlich zu den gemeldeten Einträgen. Auffällig war aber, dass die „Recently Played“-Sektion bei vielen Nutzern zeitweise leer erschien. Push Square berichtete am 16. Juni 2026, Sony scheine im Hintergrund an seinen Netzwerkdiensten zu arbeiten, nachdem PS5-Besitzer Spiele entdeckt hatten, die sie nicht besitzen.

PlayStation Lifestyle schrieb zudem, Sony habe eine teilweise Störung der PlayStation-Network-Dienste bestätigt. Der Bericht brachte diese Störung mit dem ungewöhnlichen Bug in Verbindung, bei dem Nutzer fremde Spiele in Profilen oder Bibliotheken sahen.

Für Betroffene beantwortet das aber nicht die zentrale Frage: Waren nur sichtbare Profildaten betroffen, oder konnten Dritte tatsächlich auf interne PSN-Funktionen zugreifen? Ohne eine klare technische Erklärung von Sony bleibt unklar, ob es sich um einen isolierten Anzeige-Bug, eine fehlerhafte Store-Verknüpfung oder eine ausnutzbare Schwachstelle im Backend handelte.

Was PS5-Nutzer jetzt kontrollieren sollten

Wer solche Einträge im eigenen Profil sieht, sollte nicht sofort von einem gehackten Konto ausgehen. Trotzdem ist eine Kontrolle sinnvoll. Nutzer sollten ihre Transaktionshistorie prüfen, nach unbekannten Käufen suchen, aktive Geräte kontrollieren und sicherstellen, dass Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Passkeys aktiviert sind.

Sony selbst verweist in seinen Support-Hinweisen bei Verdacht auf kompromittierte Konten oder nicht autorisierte Zahlungen darauf, dass Nutzer Kontozugriffe und Zahlungen überprüfen sollen. Bei unbekannten Transaktionen oder eindeutigen Anzeichen für Fremdzugriff sollte der PlayStation-Support eingeschaltet werden.

Sinnvoll ist auch, Screenshots der falschen Einträge zu sichern. Falls Sony später weitere Informationen anfordert oder ein Supportfall eröffnet wird, sind Zeitpunkte, Titel und sichtbare Spielzeiten wichtig. Wer dieselbe E-Mail-Passwort-Kombination auch auf anderen Diensten verwendet, sollte das Passwort ändern.

Der Vorfall ist für Sony heikel, auch ohne bestätigten Account-Diebstahl

Für Sony ist der Fall problematisch, weil er Vertrauen in PSN-Funktionen betrifft. Die Rubrik „Zuletzt gespielt“ ist kein verstecktes technisches Protokoll, sondern Teil des öffentlichen oder halböffentlichen Profils. Wenn dort fremde Aktivitäten auftauchen, wirkt das für Nutzer wie ein Kontrollverlust über den eigenen Account.

Bislang spricht mehr für einen Fehler oder eine Manipulation der Aktivitätsdaten als für einen flächendeckenden Hack einzelner PS5-Konten. Entwarnung ist das aber nur teilweise. Sony muss erklären, wie solche Einträge entstehen konnten, warum teils ungewöhnliche Titel betroffen waren und ob persönliche Konto- oder Zahlungsdaten zu irgendeinem Zeitpunkt gefährdet waren.

Solange diese Fragen offen sind, bleibt der Vorfall ein Sicherheits- und Kommunikationsproblem. PS5-Besitzer sollten ihre Konten prüfen, aber nicht vorschnell Panik verbreiten. Nach aktuellem Stand ist der wichtigste Unterschied klar: Fremde Spiele im PSN-Profil sind ein ernstes Warnsignal, aber noch kein Beweis dafür, dass das eigene PlayStation-Konto gehackt wurde.

Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: Wie Google Konto absichern 2026? Die wichtigsten Einstellungen für mehr Sicherheit

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