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Android-eSIM nach Handywechsel verschwunden: So holen Telekom-, Vodafone- und O2-Kunden ihr Profil zurück

Android-eSIM nach dem Handywechsel weg? So übertragen oder ersetzen Kunden von Telekom, Vodafone und O2 ihr Profil sicher – mit offiziellen Schritten, QR-Code, WLAN und konkreter Fehlerhilfe.

von Adham Gurtel

Die Android-eSIM nach dem Handywechsel ist häufig nicht wirklich verschwunden: Das digitale Mobilfunkprofil wird bei der normalen Übertragung von Apps, Fotos und Kontakten nicht automatisch in jedem Fall auf das neue Smartphone kopiert. Je nach Anbieter und Gerätekombination muss die eSIM direkt zwischen beiden Handys übertragen oder durch ein neues Profil ersetzt werden. Wie die Redaktion von Techify.de unter Berufung auf die radargracza berichtet, unterscheiden sich die Abläufe bei Telekom, Vodafone und O2 vor allem dann, wenn das alte Gerät bereits gelöscht, zurückgesetzt oder nicht mehr verfügbar ist.

Wer das bisherige Android-Smartphone noch besitzt, sollte es deshalb zunächst eingeschaltet, entsperrt und mit dem WLAN verbunden lassen. Das alte eSIM-Profil darf vor der erfolgreichen Übertragung nicht vorschnell gelöscht werden. Unterstützen beide Geräte und der Mobilfunkanbieter die Android-Schnellübertragung, kann die Rufnummer während der Ersteinrichtung oder später über die Netzwerkeinstellungen auf das neue Smartphone übertragen werden. Scheitert dieser Weg, ist die weitere Vorgehensweise vom Anbieter abhängig.

Zuerst prüfen: Wurde die eSIM nur nicht übertragen?

Eine eSIM ist kein Bestandteil des gewöhnlichen Android-Backups. Das Profil enthält die für den Zugang zum Mobilfunknetz erforderlichen Daten und wird separat auf dem fest eingebauten eSIM-Chip des Geräts installiert. Deshalb können alle persönlichen Inhalte vollständig auf dem neuen Handy erscheinen, während unter „SIMs“, „Mobilfunknetz“ oder „SIM-Manager“ keine Rufnummer angezeigt wird.

Google beschreibt für unterstützte Android-Geräte zwei Wege. Während der Ersteinrichtung kann eine vorhandene SIM ausgewählt und mit „Übertragen“ sowie anschließend „Aktivieren“ auf das neue Smartphone übernommen werden. Nach abgeschlossener Einrichtung führt der Weg auf Pixel-Geräten über:

  • „Einstellungen“
  • „Netzwerk & Internet“
  • „SIMs“
  • „SIM hinzufügen“
  • „SIM von einem anderen Gerät übertragen“

Für die automatische Übertragung nennt Google Android 12 oder neuer, aktuelle Google-Play-Dienste sowie eine eingerichtete Displaysperre auf beiden Geräten als Voraussetzungen. Die Geräte müssen sich außerdem in unmittelbarer Nähe befinden. Menünamen können bei Samsung, Xiaomi, Motorola und anderen Herstellern abweichen.

„Bei einigen Mobilfunkanbietern wird die SIM bei der Einrichtung deines neuen Geräts automatisch übertragen.“
(Google, offizielle Pixel-Hilfe zur SIM-Übertragung auf ein neues Android-Smartphone)

Entscheidend ist, das alte Smartphone erst zurückzusetzen, wenn Anrufe, mobile Daten und SMS auf dem neuen Gerät funktionieren.

Android-eSIM nach Handywechsel verschwunden: So holen Telekom-, Vodafone- und O2-Kunden ihr Profil zurück

Telekom: Automatisch übertragen oder neues eSIM-Profil bestellen

Die Telekom unterstützt bei vielen neueren Smartphones eine automatische Übertragung per WLAN. Das alte und das neue Gerät werden nebeneinandergelegt, beide bleiben mit dem WLAN verbunden. Während der Einrichtung des neuen Handys kann die Aufforderung zum Einlegen einer physischen SIM übersprungen werden. Sobald Android den Mobilfunktarif oder die eSIM zur Übertragung anbietet, sind die Schritte auf dem Display auszuführen.

Die Telekom warnt ausdrücklich davor, das bisherige eSIM-Profil vorher zu löschen oder das alte Gerät auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Funktioniert die automatische Übertragung nicht, muss im Telekom-Kundencenter ein eSIM-Gerätewechsel gestartet werden.

Dort wird der betroffene Mobilfunkvertrag ausgewählt. Unter „Meine SIMs“, „SIM Verwaltung“ und „Einstellungen“ folgt nach der Sicherheitsprüfung die Funktion „SIM tauschen“. Für den Wechsel von einer vorhandenen eSIM auf ein neues Gerät ist „eSIM Gerätewechsel“ vorgesehen.

Anschließend stehen grundsätzlich zwei Installationswege zur Verfügung:

  1. eSIM direct: Das Profil wird über die 32-stellige EID eindeutig dem neuen Gerät zugeordnet.
  2. Aktivierungscode: Im Kundencenter wird ein neuer QR-Code bereitgestellt, der mit dem neuen Smartphone gescannt wird.

Die EID lässt sich bei vielen Android-Geräten über die Geräteinformationen oder durch Eingabe von *#06# in der Telefon-App anzeigen. Die genaue Position hängt vom Hersteller ab.

Ein bereits benutzter Telekom-QR-Code kann nicht einfach erneut gescannt werden. Der Aktivierungscode ist nach Angaben des Unternehmens nur einmal nutzbar. Wurde das Profil versehentlich gelöscht, lässt es sich nicht erneut an das Gerät senden. Stattdessen muss ein neues eSIM-Profil erstellt werden.

„Die Wiederherstellung eines gelöschten eSIM-Profils oder das erneute Senden an das Gerät ist leider nicht möglich.“
(Deutsche Telekom, Hilfeseite zur Wiederherstellung eines gelöschten eSIM-Profils)

Für die Online-Sicherheitsprüfung kann eine SMS an eine weitere Telekom-Rufnummer im Kundenkonto erforderlich sein. Besitzt der Kunde nur einen einzigen Vertrag und kann auf dieser Rufnummer keine SMS mehr empfangen, verweist die Telekom direkt an ihr Service-Team.

Vodafone: Direkter Transfer ist nicht mit jedem Android-Modell möglich

Vodafone bietet eine direkte eSIM-Übertragung für unterstützte Geräte an. Nach aktuellem Stand nennt der Anbieter alle Samsung-Galaxy-Modelle sowie Google Pixel 9a und Pixel 10. Bei anderen Android-Modellen kann daher weiterhin eine Installation über das Vodafone-Kundenkonto und den Aktivierungscode erforderlich sein.

Während der Ersteinrichtung werden das alte und das neue Smartphone nebeneinandergelegt. Auf dem neuen Gerät ist die Option zur Übertragung der Telefonnummer oder SIM auszuwählen; anschließend wird Vodafone als Anbieter bestätigt. Nach erfolgreichem Abschluss wird die eSIM auf dem neuen Gerät aktiviert und die bisherige SIM oder eSIM auf dem alten Smartphone entfernt.

Ist das neue Gerät bereits eingerichtet, nennt Vodafone folgenden Weg:

  • Geräteeinstellungen öffnen und „Mobilfunk“ oder „SIM-Manager“ auswählen;
  • „eSIM hinzufügen“ antippen;
  • „Von Gerät in der Nähe übertragen“ auswählen;
  • Rufnummer bestimmen und den Vorgang auf dem alten Smartphone bestätigen.

Die direkte Übertragung setzt voraus, dass das alte Gerät noch funktioniert und beide Smartphones den vorgesehenen Transfer unterstützen.

Vodafone weist darauf hin, dass dieser Geräte-Transfer nicht für Zusatzkarten wie OneNumber angeboten wird. Aktivierungscode, ePIN und weitere eSIM-Daten sind im Bereich MeinVodafone hinterlegt. Das neue Smartphone benötigt während des Downloads eine stabile WLAN-Verbindung.

„Deine eSIM wird auf das neue Gerät übertragen und die SIM-Karte oder eSIM von Deinem alten Gerät gelöscht.“
(Vodafone, offizielle Anleitung zum eSIM-Transfer bei der Geräteeinrichtung)

Wird die eSIM manuell vom alten Gerät entfernt, verlangt Vodafone für eine vollständige Löschung eine bestehende Internetverbindung. Die Löschung sollte jedoch erst erfolgen, wenn klar ist, welcher Übertragungs- oder Aktivierungsweg für das neue Modell zur Verfügung steht.

Android-eSIM nach Handywechsel verschwunden: So holen Telekom-, Vodafone- und O2-Kunden ihr Profil zurück

O2: Schnellübertragung oder Installation über Mein O2

O2 unterstützt eine eSIM-Schnellübertragung sowohl während der Einrichtung als auch nachträglich in den Einstellungen. Nach Angaben des Anbieters müssen beide Geräte die Funktion unterstützen, sich in der Nähe befinden und stabil mit dem WLAN verbunden sein. Bei O2 ist die Schnellübertragung ausschließlich zwischen zwei Android-Geräten oder zwischen zwei iPhones vorgesehen; eine direkte Übertragung zwischen Android und iPhone wird über diesen Weg nicht angeboten.

Erscheint die Rufnummer auf dem neuen Android-Gerät nicht als übertragbare SIM, kann das Profil über Mein O2 verwaltet werden. Bei Tarifen mit Connect-Option führt der Weg über „SIM verwalten“, bei anderen Verträgen über „Tarif & SIM-Karte“.

Anschließend wird „Installieren“ ausgewählt. Vor der Freigabe verlangt O2 eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Der Sicherheitscode kann per SMS angefordert werden; ist kein SMS-Empfang möglich, sieht O2 eine Zustellung per Brief vor.

Der QR-Code lässt sich auf einem zweiten Gerät öffnen und mit der Kamera des neuen Handys scannen. Wird er direkt auf dem Smartphone angezeigt, auf dem die eSIM installiert werden soll, empfiehlt O2 einen Screenshot. In der Scan-Ansicht kann anschließend über das Galerie- oder Fotosymbol die gespeicherte QR-Code-Datei ausgewählt werden.

Bereits bestehende O2-Vertragskunden aktivieren das installierte Profil direkt in Mein O2. Nach der Aktivierung kann ein Neustart erforderlich sein, falls das Smartphone nicht unmittelbar eine Verbindung zum O2-Netz herstellt.

Was tun, wenn das alte Handy defekt oder bereits gelöscht ist?

Ist das bisherige Gerät nicht mehr verfügbar, fällt die direkte Android-Übertragung aus. In diesem Fall benötigt der Kunde Zugang zum jeweiligen Online-Kundenkonto und gegebenenfalls eine alternative Möglichkeit für die Sicherheitsprüfung. Bei Telekom kann ein neues Profil über den Geräte- oder SIM-Wechsel bestellt werden. Vodafone stellt die Aktivierungsdaten in MeinVodafone bereit. Bei O2 erfolgt die Verwaltung über Mein O2; ohne SMS-Empfang kann der Sicherheitscode nach den offiziellen Angaben per Post angefordert werden.

Vor einer erneuten Installation sollten Nutzer drei Punkte kontrollieren:

  • Das neue Smartphone unterstützt eSIM und ist mit einem stabilen WLAN verbunden.
  • Das alte Profil wurde nicht parallel auf einem anderen Gerät aktiv gelassen, sofern der Betreiber den Transfer nicht selbst durchführt.
  • Es wird der neu bereitgestellte Aktivierungscode verwendet, nicht automatisch ein früher bereits verbrauchter QR-Code.

Nach erfolgreicher Installation sollten mobile Daten, ausgehende und eingehende Anrufe sowie der SMS-Empfang getestet werden. Erst danach sollte das alte Smartphone gelöscht, verkauft oder auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Diese Reihenfolge verhindert vor allem Probleme bei Sicherheitscodes, die während eines erneuten SIM-Tauschs an die bisherige Rufnummer gesendet werden.

Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: Android-Handy wechselt ständig zwischen WLAN und mobilen Daten: Diese Einstellung ist der Grund

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