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iPhone Duo kommt nach Deutschland: 2.299 Euro, Vorbestellung am 16. Oktober – für wen lohnt sich Apples erstes Foldable

iPhone Duo startet in Deutschland ab 2.299 Euro. Alle Infos zu Vorbestellung, Displays, A20 Pro, Akku und Kamera – und für wen sich Apples erstes Foldable wirklich lohnt.

von Adham Gurtel

Das iPhone Duo kommt offiziell nach Deutschland. Apples erstes faltbares iPhone startet hierzulande bei 2.299 Euro für 256 GB, lässt sich ab Freitag, dem 16. Oktober 2026, vorbestellen und wird ab 23. Oktober ausgeliefert. Damit positioniert Apple sein erstes Foldable noch oberhalb klassischer Pro-iPhones – und verlangt für die 2-TB-Version sogar 3.799 Euro, wie die Redaktion von Techify.de.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, ob das neue Format technisch interessant ist. Käufer müssen klären, ob ein 7,6-Zoll-Innendisplay, echtes Multitasking, Apple-Pencil-Unterstützung und die Kombination aus iPhone und kleinem Tablet einen Aufpreis von mehreren Hundert Euro gegenüber anderen Premium-Smartphones rechtfertigen.

iPhone Duo in Deutschland: Preis und Termin stehen fest

Apple hat das Gerät am 9. September 2026 vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens beginnt die iPhone-Duo-Vorbestellung in Deutschland am 16. Oktober um 14 Uhr MESZ. Der reguläre Verkaufsstart folgt am 23. Oktober.

Die offiziellen deutschen Preise sehen so aus:

SpeicherPreis in Deutschland
256 GB2.299 Euro
512 GB2.549 Euro
1 TB3.049 Euro
2 TB3.799 Euro

Damit ist schon die Einstiegsversion ein ausgesprochen teures Smartphone. Zum Vergleich: Samsungs Galaxy Z Fold8 startete in Deutschland mit einer UVP von 1.999 Euro, das Galaxy Z Fold8 Ultra mit 2.199 Euro. Googles Pixel 10 Pro Fold wurde mit 256 GB für 1.899 Euro angeboten.

Apple verlangt für den Einstieg in sein Foldable-System also mindestens 300 bis 400 Euro mehr als einige der etablierten Android-Konkurrenten.

Wer noch zwischen den neuen Apple-Modellen schwankt, findet auch im Beitrag zum iPhone 18 Pro und der Frage, ob sich das iPhone 17 Pro noch lohnt einen direkten Vergleich zur klassischen iPhone-Bauform.

iPhone Duo kommt nach Deutschland: 2.299 Euro, Vorbestellung am 16. Oktober – für wen lohnt sich Apples erstes Foldable

Was macht Apples erstes Foldable anders?

Das Apple Foldable folgt dem Book-Style-Prinzip: Zusammengeklappt funktioniert es wie ein vergleichsweise kompaktes Smartphone, aufgeklappt entsteht eine deutlich größere Arbeitsfläche.

Außen sitzt ein 5,4 Zoll großes Super-Retina-XDR-Display. Innen stehen 7,6 Zoll zur Verfügung. Laut Apple ist das geöffnete Display 50 Prozent größer als der Bildschirm des iPhone 18 Pro Max. Beide Displays unterstützen ProMotion, Always-On und bis zu 3.000 Nits Spitzenhelligkeit im Freien.

„iPhone Duo is the most transformational change to iPhone since the original.“

— John Ternus, Apple-CEO, bei der Vorstellung am 9. September 2026.

Interessant ist weniger die reine Displaygröße als Apples Umsetzung des Übergangs zwischen den beiden Bildschirmen. Apps und Inhalte sollen sich beim Auf- und Zuklappen dynamisch anpassen, statt lediglich zwischen zwei getrennten Oberflächen umzuschalten.

Das ist für Apple besonders wichtig: Faltbare Smartphones gibt es seit Jahren. Das iPhone Duo muss sich deshalb nicht allein durch ein Scharnier, sondern vor allem über die Kombination aus Hardware, iOS 27 und dem bestehenden Apple-Ökosystem rechtfertigen.

7,6 Zoll machen aus dem iPhone fast ein kleines Tablet

Der größte praktische Vorteil entsteht beim Multitasking. Auf dem Innendisplay lassen sich mehrere Apps parallel verwenden, Dokumente größer darstellen und Inhalte bearbeiten, ohne sofort zu einem iPad oder MacBook greifen zu müssen.

Das dürfte vor allem diese Nutzergruppen ansprechen:

  • Personen, die regelmäßig E-Mails und Dokumente mobil bearbeiten;
  • Geschäftsreisende, die weniger Geräte mitnehmen möchten;
  • Nutzer von Kalender-, Office- und Projektmanagement-Apps;
  • Fotografen und Kreative, die Bilder größer kontrollieren wollen;
  • Anwender, die häufig Videos oder Spiele auf dem Smartphone nutzen.

Später im Jahr soll außerdem Unterstützung für den Apple Pencil mit USB-C folgen. Dadurch kann das Innendisplay für handschriftliche Notizen, Skizzen und Markierungen in Dokumenten verwendet werden.

Wer ein Smartphone hauptsächlich für WhatsApp, Instagram, Navigation und gelegentliche Fotos benötigt, schöpft diese Vorteile dagegen kaum aus.

A20 Pro, Dampfkammer und zwei Batterien

Beim Prozessor spart Apple nicht. Im iPhone Duo arbeitet derselbe A20 Pro wie in der iPhone-18-Pro-Serie. Hinzu kommt erstmals in diesem Format ein speziell entwickeltes Kühlsystem mit Dampfkammer.

Apple spricht von bis zu 35 Prozent höherer dauerhafter Leistung gegenüber dem iPhone 17 Pro. Die CPU soll bis zu 20 Prozent schneller als der A19 Pro arbeiten, während Apple für die GPU einen Zuwachs von bis zu 40 Prozent nennt. Diese Werte stammen aus Apples eigenen Vergleichstests und sollten deshalb nicht mit unabhängigen Benchmarks gleichgesetzt werden.

Auch beim Akku geht Apple einen ungewöhnlichen Weg: In beiden Gerätehälften befindet sich jeweils eine Batterie. Das System behandelt sie gemeinsam als Energiequelle.

Apple nennt bis zu 31 Stunden Videowiedergabe über das Innendisplay, bis zu 44 Stunden über das Außendisplay und bis zu 24 Stunden Nutzung, wenn beide Displays ungefähr gleich intensiv verwendet werden.

Kein Face ID: Apple setzt beim Duo auf Touch ID

Eine überraschende Änderung betrifft die biometrische Anmeldung. Das faltbare iPhone verwendet kein klassisches Face ID. Stattdessen sitzt Touch ID in der Seitentaste.

Das kann beim Foldable sogar praktisch sein: Der Fingerabdrucksensor funktioniert unabhängig davon, ob das Gerät geöffnet oder geschlossen gehalten wird. Trotzdem werden langjährige iPhone-Pro-Nutzer ihre Gewohnheiten ändern müssen.

Wer das iPhone Duo als Ersatz für ein älteres Gerät kauft, sollte vor dem Verkauf des bisherigen Smartphones außerdem Passkeys und Kontozugänge kontrollieren. Der Ratgeber wo Apple Passkeys nach einem iPhone-Wechsel speichert erklärt, weshalb ein vollständiges iPhone-Backup nicht automatisch bedeutet, dass alle Anmeldeschlüssel bereits verfügbar sind.

Auch eine vorhandene Mobilfunknummer sollte erst übertragen werden, bevor das alte Gerät zurückgesetzt wird. Wie das bei deutschen Netzbetreibern funktioniert, zeigt die Anleitung zur eSIM-Übertragung auf ein neues iPhone bei Telekom, Vodafone und O2.

Zwei 48-MP-Kameras – aber kein klassisches Pro-Kamerasystem

Auf der Rückseite sitzen eine 48-MP-Fusion-Hauptkamera und eine 48-MP-Ultraweitwinkelkamera. Eine separate Telekamera, wie man sie von teuren Pro-Smartphones kennt, fehlt.

Für ein Gerät ab 2.299 Euro ist das ein relevanter Kompromiss.

Apple versucht dies teilweise über das Foldable-Konzept auszugleichen: Beim Fotografieren können Personen auf dem Außendisplay eine Vorschau sehen. Außerdem lassen sich die höher auflösenden rückwärtigen Kameras für Selfies verwenden.

Wer aber vor allem wegen Telefotografie, optischem Zoom oder eines möglichst vielseitigen Kamerapakets kauft, sollte das Duo nicht automatisch als besseres Gerät gegenüber einem klassischen Pro-Modell betrachten.

Ist die Displayfalte tatsächlich verschwunden?

Apple verwendet auf dem Innendisplay eine Nanotexturbeschichtung, die Reflexionen reduzieren und die sichtbare Falte weniger auffällig machen soll. Das Scharnier besteht aus mehr als 100 Komponenten und soll gleichzeitig die Displaymitte stabilisieren. Apple nennt außerdem eine IP68-Klassifizierung gegen Wasser und Staub.

Erste Hands-on-Eindrücke fallen positiv aus. The Verge beschrieb die Falte nach dem Ausprobieren als mit dem Finger nahezu nicht auffindbar und hob den gleichmäßigen Faltmechanismus hervor.

Der Langzeittest steht jedoch noch aus. Gerade bei einem ersten Foldable einer neuen Baureihe sind Scharnier, flexibles Display und langfristige Reparaturkosten Punkte, die erst nach Monaten seriös beurteilt werden können.

2.299 Euro bleiben das stärkste Gegenargument

Der Preis verändert die Bewertung des Geräts erheblich. Für den Preis des günstigsten iPhone Duo lassen sich bereits ein sehr leistungsfähiges Smartphone und zusätzlich ein Tablet kaufen.

Auch unter Foldables ist Apple teuer:

ModellEinstiegspreis Deutschland
iPhone Duo2.299 Euro
Samsung Galaxy Z Fold8 Ultra2.199 Euro
Samsung Galaxy Z Fold81.999 Euro
Google Pixel 10 Pro Fold1.899 Euro

Die Preise beziehen sich auf die offiziellen Einstiegspreise der Hersteller.

„It’s just too expensive.“

— Jennifer Pattison Tuohy, Senior Reviewer bei The Verge, über das iPhone Duo.

Diese Kritik trifft den Kern: Das Duo ist kein Gerät, das allein wegen eines fälligen Smartphone-Upgrades sinnvoll wird. Der zusätzliche Nutzen muss tatsächlich im faltbaren Format liegen.

iPhone Duo kommt nach Deutschland: 2.299 Euro, Vorbestellung am 16. Oktober – für wen lohnt sich Apples erstes Foldable

Für wen lohnt sich das iPhone Duo?

Das iPhone Duo ist vor allem für Nutzer interessant, die heute bereits mehrere Apple-Geräte intensiv kombinieren und unterwegs regelmäßig mehr Bildschirmfläche benötigen.

Ein Kauf kann sinnvoll sein, wenn jemand:

  • unbedingt bei iOS bleiben möchte und bisher wegen des Betriebssystems kein Android-Foldable gekauft hat;
  • häufig zwei Apps parallel benötigt;
  • ein iPhone und ein kleines Tablet möglichst durch ein Gerät ersetzen möchte;
  • regelmäßig Dokumente, Bilder oder umfangreiche Webseiten mobil bearbeitet;
  • Apple Pencil künftig tatsächlich verwenden würde;
  • den hohen Einstiegspreis akzeptiert und bewusst Early Adopter sein möchte.

„There is more excitement around this iPhone Duo than I’ve seen around any other Apple product in a very long time.“

— Bob O’Donnell, Chefanalyst bei TECHnalysis Research, im Gespräch mit Reuters am 9. September 2026.

Marktforscher rechnen trotz des Preises mit erheblichem Interesse. TrendForce erwartet für 2026 rund fünf Millionen ausgelieferte iPhone Duo und einen Anteil von knapp 25 Prozent am weltweiten Foldable-Markt. Das ist eine Prognose, keine bereits erreichte Verkaufszahl.

Für wen lohnt sich das iPhone Duo eher nicht?

Für viele klassische iPhone-Nutzer ist das günstigere Pro-Modell voraussichtlich die rationalere Wahl.

Das gilt insbesondere, wenn:

  • das Smartphone fast ausschließlich geschlossen verwendet würde;
  • Multitasking auf zwei Apps keine Rolle spielt;
  • eine Telekamera wichtiger als ein großes Innendisplay ist;
  • möglichst geringes Gewicht und einfache Bedienung Priorität haben;
  • das Gerät drei bis fünf Jahre ohne erhöhte mechanische Belastung genutzt werden soll;
  • der Kaufpreis eine entscheidende Rolle spielt.

Auch Käufer, die vor allem ein möglichst ausgereiftes Foldable suchen und nicht auf iOS angewiesen sind, sollten Samsung und Google vergleichen. Android-Hersteller haben mehrere Foldable-Generationen Erfahrung und bieten teilweise niedrigere Einstiegspreise.

iOS 27 entscheidet mit darüber, ob das Konzept funktioniert

Gute Foldable-Hardware allein reicht nicht. Entscheidend ist, wie Apps das zusätzliche Display nutzen.

Apple hat iOS 27 für das iPhone Duo angepasst. Anwendungen können sich an verschiedene Gerätepositionen anpassen, und das System unterstützt Multitasking über die große innere Fläche. Damit versucht Apple, das typische Problem vieler Foldables zu vermeiden: einen großen Bildschirm anzubieten, ohne einen überzeugenden Grund zu liefern, ihn tatsächlich zu öffnen.

Vor einem Gerätewechsel lohnt sich deshalb auch ein Blick darauf, welche Neuerungen und Einschränkungen die aktuelle Softwaregeneration bringt. Techify hat zusammengefasst, welche Funktionen von iOS 27 in Deutschland fehlen oder eingeschränkt bleiben.

„It was like a greenfield of opportunity for us.“

— Apple-CEO John Ternus über die Entwicklung des ersten faltbaren iPhones.

iPhone Duo vorbestellen oder auf die zweite Generation warten?

Für Early Adopter ist das iPhone Duo eines der ungewöhnlichsten Apple-Produkte seit Jahren. Das 7,6-Zoll-Display, A20 Pro, Touch ID in der Seitentaste, die zwei Batterien und die enge Verzahnung mit iOS 27 ergeben ein Konzept, das sich deutlich von einem normalen iPhone unterscheidet.

Für preisbewusste Käufer spricht dagegen viel dafür, mindestens die ersten unabhängigen Langzeittests abzuwarten. Besonders interessant werden dabei Scharnierhaltbarkeit, Displayverschleiß, reale Akkulaufzeit, App-Kompatibilität und Reparaturkosten sein.

Das iPhone Duo in Deutschland ist damit kein automatisch besseres iPhone, sondern eine neue Gerätekategorie für eine relativ klar definierte Zielgruppe. Wer den großen Bildschirm täglich produktiv nutzt, kann darin einen echten Ersatz für zwei Geräte sehen. Wer sein Smartphone überwiegend geschlossen benutzt, zahlt für einen wesentlichen Teil des Konzepts, den er kaum benötigt.

FAQ zum iPhone Duo

Wann kann man das iPhone Duo in Deutschland vorbestellen?

Die Vorbestellung beginnt am Freitag, dem 16. Oktober 2026, um 14 Uhr MESZ. Die Auslieferung und der reguläre Verkauf starten am 23. Oktober.

Wie viel kostet das iPhone Duo?

Das Modell mit 256 GB kostet 2.299 Euro. Für 512 GB verlangt Apple 2.549 Euro, für 1 TB 3.049 Euro und für 2 TB 3.799 Euro.

Wie groß ist das Display?

Außen besitzt das iPhone Duo ein 5,4-Zoll-Display. Geöffnet steht ein 7,6 Zoll großes Super-Retina-XDR-Display zur Verfügung.

Hat das iPhone Duo Face ID?

Nein. Apple verwendet beim iPhone Duo Touch ID in der Seitentaste. Dadurch kann das Gerät sowohl geöffnet als auch geschlossen per Fingerabdruck entsperrt werden.

Unterstützt das iPhone Duo den Apple Pencil?

Apple hat Unterstützung für den Apple Pencil mit USB-C angekündigt. Sie soll später im Jahr verfügbar werden.

Ist das iPhone Duo wasserdicht?

Apple gibt für das Gerät eine IP68-Klassifizierung für Wasser- und Staubresistenz an. Das bedeutet dennoch nicht, dass Flüssigkeitsschäden unter allen Bedingungen ausgeschlossen sind.

Lohnt sich das iPhone Duo statt eines iPhone 18 Pro?

Vor allem dann, wenn das große faltbare Display und Multitasking regelmäßig genutzt werden. Wer primär Kamera, Leistung und klassische Smartphone-Funktionen benötigt, bekommt mit einem Pro-iPhone voraussichtlich das günstigere und unkompliziertere Gesamtpaket.

Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: Google Authenticator nach Handywechsel leer: So holen Sie Ihre 2FA-Codes zurück

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