eSIM auf ein neues iPhone übertragen lässt sich bei Telekom, Vodafone und O2 inzwischen in vielen Fällen direkt zwischen zwei iPhones erledigen, ohne eine physische SIM-Karte einzusetzen. Wie die Redaktion von Techify.de unter Berufung auf die aktuellen Angaben von Apple und den drei deutschen Netzbetreibern berichtet, unterscheiden sich allerdings die technischen Voraussetzungen: Vodafone nennt für seinen iPhone-Transfer mindestens iOS 17, O2 verlangt für die Schnellübertragung auf beiden iPhones mindestens iOS 18.5, während Telekom eine automatische Übertragung beim Gerätewechsel anbietet.
Apple selbst sieht für den direkten eSIM-Wechsel zwischen zwei iPhones die Funktion „eSIM-Schnellübertragung“ vor. Dafür müssen beide Geräte mit demselben Apple Account verwendet werden, das bisherige iPhone muss entsperrt sein, Bluetooth muss aktiviert sein und die Geräte müssen nebeneinanderliegen. Apple nennt für die aktuelle Implementierung iOS 18.4 oder neuer als Voraussetzung; einzelne Provider können strengere Anforderungen festlegen. Sobald die Nummer auf dem neuen iPhone aktiviert ist, wird die bisherige SIM beziehungsweise eSIM auf dem alten Gerät deaktiviert.
So funktioniert Apples eSIM-Schnellübertragung
Wer ein neues iPhone erstmals einrichtet, bekommt während des Setups die Möglichkeit, Mobilfunkverbindungen vom bisherigen Gerät zu übernehmen. Bei einem unterstützten Anbieter lässt sich dabei die bestehende Telefonnummer auswählen und direkt auf das neue Gerät übertragen.
Wurde dieser Schritt bei der Ersteinrichtung übersprungen, ist kein Zurücksetzen des neuen iPhones nötig. Apple beschreibt den nachträglichen Weg über:
- „Einstellungen“ auf dem neuen iPhone öffnen.
- „Mobilfunk“ wählen und auf „eSIM hinzufügen“ beziehungsweise „Mobilfunk konfigurieren“ tippen.
- „Von iPhone in der Nähe übertragen“ wählen und die Übertragung am alten iPhone bestätigen.
Nach erfolgreicher Aktivierung funktioniert die betreffende Mobilfunkverbindung auf dem alten iPhone nicht mehr.
Apple weist außerdem darauf hin, dass bei Bedarf ein Bestätigungscode vom neuen auf dem bisherigen iPhone eingegeben werden muss.
Die offizielle Apple-Anleitung zur Einrichtung und Übertragung einer eSIM ist über den Apple Support zur eSIM-Einrichtung abrufbar.
Telekom: eSIM beim Gerätewechsel automatisch übertragen
Die Deutsche Telekom unterstützt die automatische eSIM-Übertragung beim Wechsel auf ein neues Smartphone. Nach Angaben des Unternehmens können moderne Geräte den bestehenden Mobilfunktarif über WLAN von der bisherigen SIM oder eSIM auf die eSIM des neuen Geräts übertragen. Entscheidend ist dabei, das bisherige eSIM-Profil vor dem Wechsel nicht zu löschen und das alte Smartphone noch nicht auf Werkseinstellungen zurückzusetzen.
Für den Wechsel werden altes und neues Gerät nebeneinandergelegt und mit WLAN verbunden. Anschließend wird der Transfer über die Einrichtung des neuen Smartphones gestartet. Die Telekom beschreibt damit einen Weg, bei dem die bestehende Rufnummer und der Tarif weiterverwendet werden, während das Mobilfunkprofil auf das neue Gerät wechselt.
Telekom unterstützt den eSIM-Transfer zwischen iOS-Geräten bereits seit 2020. Seit Oktober 2025 bietet das Unternehmen zusätzlich eine systemübergreifende Übertragung zwischen unterstützten Android-Smartphones und iPhones an.
Zum Start dieser Funktion wurden iPhones mit iOS 26 und Google Pixel 10 unterstützt. Telekom zufolge prüft dabei ein eigenes System im Hintergrund, ob Gerät, Tarif und Nutzer für den Transfer berechtigt sind.
„Mit dem neuen eSIM-Transfer machen wir den Gerätewechsel für unsere Kundinnen und Kunden so unkompliziert wie nie zuvor.“
(Michael Hagspihl, Deutsche Telekom, Medieninformation vom 7. Oktober 2025)
Die Telekom weist bei einem Gerätewechsel ausdrücklich darauf hin, das bisherige Profil zunächst aktiv zu lassen. Wenn der automatische Transfer nicht verwendet werden kann, stellt der Anbieter weiterhin eSIM-Aktivierung über einen QR-Code beziehungsweise einmaligen Aktivierungscode bereit.
Vodafone: direkter eSIM-Transfer ab iOS 17
Vodafone unterstützt den direkten eSIM-Transfer zwischen kompatiblen iPhones. Nach der aktuellen Vodafone-Hilfe funktioniert das Verfahren auf iPhone XS, iPhone XR und neueren Modellen mit mindestens iOS 17.
Während der Ersteinrichtung werden beide iPhones nebeneinandergelegt. Auf dem neuen Gerät wird die Übertragung der Telefonnummer beziehungsweise SIM gestartet und Vodafone als Mobilfunkanbieter gewählt. Anschließend wird die eSIM auf dem neuen iPhone eingerichtet; die bisherige SIM oder eSIM auf dem alten Gerät wird im Zuge des Transfers entfernt.
Ist das neue iPhone bereits vollständig eingerichtet, nennt Vodafone folgenden Weg:
- „Einstellungen“ → „Mobilfunk“ → „eSIM hinzufügen“
- „Von iPhone in der Nähe übertragen“ wählen
- Rufnummer auswählen und die Übertragung auf dem alten iPhone bestätigen
Vodafone weist darauf hin, dass dieser eSIM-Transfer derzeit nicht für Zusatzkarten wie OneNumber verfügbar ist.

Das Verfahren wurde von Vodafone Deutschland im September 2023 mit iOS 17 eingeführt. Anders als beim früher üblichen Neuausstellen eines Profils wird beim direkten Transfer das vorhandene eSIM-Profil weiterverwendet und auf das neue iPhone übertragen.
„Bei dem neuen Verfahren findet nun ein echter Transfer des eSIM-Profils statt.“
(Ralf Kaumanns, Technologie-Experte bei Vodafone, Vodafone-Newsroom, 18. September 2023)
Wer den automatischen Transfer nicht verwenden kann, hat bei Vodafone weiterhin die Möglichkeit, eine eSIM per QR-Code einzurichten.
Dazu wird auf dem iPhone unter „Einstellungen“ → „Mobilfunk“ → „eSIM hinzufügen“ die Option „QR-Code verwenden“ gewählt. Vodafone verlangt anschließend zusätzlich die sechsstellige ePIN beziehungsweise den Bestätigungscode. Diese Zugangsdaten sind unter anderem über MeinVodafone verfügbar.
O2: Quick Transfer erfordert bei iPhones mindestens iOS 18.5
O2 bietet inzwischen ebenfalls eine eSIM-Schnellübertragung zwischen zwei iPhones an. Nach den aktuellen Angaben des Unternehmens müssen sowohl das alte als auch das neue iPhone mindestens iOS 18.5 verwenden. Zusätzlich müssen beide Geräte mit stabilem WLAN verbunden sein, Bluetooth muss aktiviert sein und die Smartphones müssen sich in unmittelbarer Nähe befinden.
Unterstützt wird die Schnellübertragung laut O2 auf allen iPhones ab dem iPhone 11 sowie auf dem iPhone SE von 2022. Während der Ersteinrichtung erscheint auf dem neuen Gerät die Möglichkeit, die Mobilfunknummer vom bisherigen Smartphone zu übernehmen. Die eSIM wird anschließend auf dem neuen Gerät aktiviert und auf dem alten deaktiviert.
Wurde der Transfer beim ersten Setup nicht durchgeführt, kann er nachgeholt werden:
„Einstellungen“ → „Mobilfunk“ → „eSIM hinzufügen“ → „Von einem nahegelegenen iPhone übertragen“.
O2 rät ausdrücklich davon ab, die bestehende eSIM vor diesem Vorgang selbst zu deaktivieren oder zu löschen. Die Deaktivierung auf dem bisherigen Smartphone erfolgt im Rahmen des Transfers automatisch, sobald das Profil auf dem neuen Gerät aktiv ist.
Der direkte Transfer funktioniert bei O2 nur zwischen zwei iPhones beziehungsweise zwischen zwei unterstützten Android-Geräten. Ein direkter Wechsel von iPhone zu Android oder umgekehrt ist über die von O2 beschriebene Schnellübertragung derzeit nicht möglich.
Wenn das bisherige Smartphone verloren gegangen oder nicht mehr zugänglich ist, funktioniert die Schnellübertragung ebenfalls nicht. O2 verweist in diesem Fall auf die Ausstellung eines neuen QR-Codes. Der Installationscode wird in Mein O2 beziehungsweise in der Mein-O2-App bereitgestellt. Ein bereits zur Installation verwendeter QR-Code kann aus Sicherheitsgründen nicht erneut für ein weiteres Gerät eingesetzt werden.

Das alte iPhone nicht zu früh löschen
Der wichtigste praktische Punkt beim Gerätewechsel ist bei allen drei Anbietern ähnlich: Das bisherige iPhone sollte verfügbar, entsperrt und funktionsfähig bleiben, bis die Mobilfunkverbindung auf dem neuen Gerät vollständig aktiviert wurde.
Vor allem bei Telekom soll das bestehende eSIM-Profil vor der automatischen Übertragung nicht gelöscht und das alte Smartphone nicht auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Bei O2 wird die bisherige Verbindung nach erfolgreichem Transfer automatisch deaktiviert. Vodafone überträgt beziehungsweise ersetzt das Profil ebenfalls im Rahmen des Vorgangs.
Erst danach sollte geprüft werden, ob das neue iPhone tatsächlich im Mobilfunknetz registriert ist. Apple empfiehlt bei Problemen zunächst, den Flugmodus ein- und auszuschalten, unter „Einstellungen“ → „Mobilfunk“ zu kontrollieren, ob die betreffende Nummer angezeigt und aktiviert ist, und das iPhone neu zu starten.
Außerdem sollte unter „Einstellungen“ → „Allgemein“ → „Info“ geprüft werden, ob ein Update der Netzbetreibereinstellungen verfügbar ist.
Wenn die eSIM nach dem Transfer nicht funktioniert
Apple nennt für eine funktionierende eSIM-Aktivierung drei zentrale Voraussetzungen: eine Internetverbindung über WLAN oder Hotspot, einen aktiven Mobilfunktarif bei einem eSIM-fähigen Anbieter sowie eine aktuelle iOS-Version.
Bleibt das neue iPhone trotz abgeschlossenem Transfer ohne Netz, sind deshalb zunächst diese Punkte zu prüfen:
- Flugmodus kurz aktivieren und wieder ausschalten.
- Unter „Einstellungen“ → „Mobilfunk“ kontrollieren, ob die Nummer vorhanden und eingeschaltet ist.
- Das iPhone neu starten und mögliche Netzbetreiber-Updates unter „Allgemein“ → „Info“ installieren.
Wenn das Profil nicht angezeigt wird oder die Aktivierung beim Provider abbricht, benötigen Telekom, Vodafone oder O2 je nach Verfahren einen neuen Aktivierungscode, QR-Code oder eine erneute Freigabe des Transfers.
Das alte iPhone sollte deshalb erst zurückgesetzt, verkauft oder weitergegeben werden, wenn Telefonie, mobile Daten und gegebenenfalls SMS auf dem neuen Gerät erfolgreich getestet wurden.
Für den normalen Wechsel zwischen zwei aktuellen iPhones ist bei allen drei großen deutschen Netzbetreibern inzwischen ein direkter digitaler Transfer vorgesehen; QR-Code und neue eSIM-Ausstellung bleiben vor allem der Ersatzweg, wenn Quick Transfer technisch nicht verfügbar ist.
Sie können dies und weitere nützliche Informationen auf unserer Website nachlesen. Wir empfehlen Ihnen außerdem die Lektüre folgender Artikel: Google „Bevorzugte Quellen“: So erscheinen Ihre Lieblingsseiten häufiger in der Suche und in Top Stories
