Google hat am 2. November das Android-Sicherheitsbulletin für November 2026 veröffentlicht, Samsung hat heute mit seinem eigenen Monatsbulletin nachgezogen. Zusammen geht es um weit über 200 Schwachstellen in Android 14 bis 17, darunter eine kritische Lücke, über die sich Code aus der Ferne ausführen lässt, ohne dass Sie etwas antippen müssen. Prüfen Sie in den nächsten Tagen, welchen Patch-Stand Ihr Handy anzeigt, und installieren Sie das Update, sobald es auftaucht.
Was im November-Update steckt
Google verteilt die Korrekturen wie üblich auf zwei Patch-Stände. Der erste betrifft das Android-System selbst, der zweite Kernel und Chips von Zulieferern wie Qualcomm, MediaTek, ARM oder Imagination. Laut dem Android Security Bulletin November 2026 beheben erst Geräte mit dem Stand 2026-11-05 alle aufgeführten Probleme.
| Patch-Stand | Was er abdeckt | Wichtigste Punkte |
|---|---|---|
| 2026-11-01 | Framework, System, Android Runtime, Play-Systemupdates | Kritische RCE-Lücke im Framework (CVE-2026-58868), kritischer Denial-of-Service im System (CVE-2026-58882) |
| 2026-11-05 | Zusätzlich Linux-Kernel und Chipsatz-Treiber | Mehrere kritische Kernel-Lücken, Fehler im pKVM-Hypervisor, MediaTek-Modem und Qualcomm-Komponenten |
Google bezeichnet die Framework-Lücke als das schwerwiegendste Problem des Monats: Sie könne zur Ausführung von Schadcode führen, eine Interaktion des Nutzers sei nicht nötig. Betroffen sind alle unterstützten Versionen von Android 14 bis Android 17. Hinweise auf laufende Angriffe nennt Google im Bulletin nicht. Das ist eine gute Nachricht, aber kein Grund, das Update liegen zu lassen – sobald die Details öffentlich sind, wird es für Angreifer leichter.
Eine Randnotiz für alle, die unseren Bericht zur „SMS des Todes“ gelesen haben: Auch im November taucht wieder eine als kritisch eingestufte Denial-of-Service-Lücke im Bereich System auf. Google beschreibt sie im Bulletin nur knapp, ohne Bezug auf WAP-Push oder SMS. Ob es sich um denselben Fehler oder eine verwandte Schwachstelle handelt, lässt sich aus der offiziellen Quelle nicht ablesen.
Samsung, Pixel und andere Hersteller: Wer wann liefert
Samsung hat sein Security-Bulletin für November 2026 am 3. November veröffentlicht. Darin übernimmt der Hersteller die Google-Patches und ergänzt eigene Korrekturen für One UI sowie für Exynos-Komponenten. Bis das Update auf Ihrem Galaxy landet, können je nach Modell, Region und Mobilfunkanbieter allerdings einige Tage bis Wochen vergehen. Flaggschiffe sind meist zuerst dran, ältere A-Modelle oft erst im Quartalsrhythmus.
Für Google-Pixel-Smartphones war das separate Pixel-Bulletin bei Redaktionsschluss noch nicht online. Erfahrungsgemäß folgt es wenige Tage nach dem allgemeinen Bulletin. Besitzer von Pixel 6 und Pixel 6 Pro gehen diesmal leer aus: Für beide Modelle ist der Update-Zeitraum im Oktober abgelaufen.
Bei Xiaomi, Motorola, OnePlus und Co. hängt alles vom jeweiligen Hersteller ab. Manche liefern innerhalb des Monats, andere erst Wochen später oder gar nicht mehr.
Ein Teil der Korrekturen kommt über Google Play
17 der Schwachstellen behebt Google über die Google-Play-Systemupdates (Project Mainline). Betroffen sind unter anderem Media Codecs, der MediaProvider, WLAN-Komponenten und Teile der Telefonie. Der Vorteil: Diese Module erhält auch, wer ein Gerät ab Android 10 nutzt, dessen Hersteller keine Systemupdates mehr liefert. Den vollständigen Schutz ersetzt das nicht, es schließt aber zumindest einen Teil der Lücken.
Was Sie jetzt tun sollten
- Patch-Stand prüfen: Auf Pixel-Geräten unter Einstellungen → Über das Telefon → Android-Version, bei Samsung unter Einstellungen → Telefoninfo → Softwareinformationen. Steht dort noch Oktober oder älter, fehlt das November-Update.
- Systemupdate suchen: Bei Samsung unter Einstellungen → Software-Update → Herunterladen und installieren, bei Pixel unter Einstellungen → System → Softwareupdates. Wird nichts angeboten, in ein paar Tagen erneut nachsehen.
- Google-Play-Systemupdate anstoßen: Im Bereich Sicherheit & Datenschutz der Einstellungen finden Sie den Eintrag „Google Play-Systemupdate“. Tippen Sie darauf, damit das Gerät nach neuen Modulen sucht, und starten Sie danach neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
- Ohne Updates vorsichtig sein: Bekommt Ihr Handy keine Patches mehr, nutzen Sie es nicht mehr für Banking oder Zwei-Faktor-Codes. Welche Galaxy-Modelle betroffen sind, zeigt unsere Liste der Samsung-Handys ohne Updates.
Die genauen Menünamen unterscheiden sich je nach Hersteller und Android-Version leicht. Wer den Eintrag nicht findet, sucht in den Einstellungen einfach nach „Sicherheitsupdate“.
