Google hat Chrome 157 für Windows, Mac und Linux in den stabilen Kanal gebracht und dabei 213 Sicherheitslücken geschlossen, sieben davon stuft der Hersteller als kritisch ein. Das Update rollt seit dem 3. November schrittweise aus. Wer den Browser täglich nutzt, sollte die Versionsnummer jetzt kontrollieren und Chrome einmal neu starten – erst dann ist der Schutz aktiv.
Welche Versionen sind aktuell?
Laut den Chrome Releases von Google gelten diese Builds als sicher:
| System | Aktuelle Version | Verteilung |
|---|---|---|
| Windows und Mac | 157.0.8103.38 / .39 | seit 3. November, schrittweise |
| Linux | 157.0.8103.38 | seit 3. November |
| Android | 157.0.8103.38 | über Google Play, seit 3. November |
| Windows und Mac (Early Stable) | 158.0.8127.18 / .19 | kleiner Teil der Nutzer, seit 4. November |
Falls Ihr Chrome bereits eine Versionsnummer mit 158 anzeigt, gehören Sie zur Testgruppe, die Google vorab mit der nächsten Generation versorgt. Auch das ist in Ordnung.
Dass nicht alle Geräte das Update am selben Tag bekommen, ist Absicht. Google verteilt neue Versionen nach eigenen Angaben über mehrere Tage bis Wochen, um Probleme früh zu erkennen. Wer nicht warten möchte, kann die Aktualisierung über das Hilfe-Menü selbst anstoßen – dazu unten mehr.
Wie gefährlich sind die Lücken?
Die Zahl klingt dramatisch, verteilt sich aber unterschiedlich: Von den 213 Einträgen sind 7 als „Critical“ markiert, 77 als „High“, 75 als „Medium“ und 54 als „Low“. Bei den kritischen Fehlern handelt es sich überwiegend um Speicherfehler – Pufferüberläufe in der Grafikschnittstelle Dawn, eine Speicherbeschädigung in ANGLE sowie mehrere „Use after free“-Fehler, etwa in WebGL und der Prerender-Funktion.
Solche Fehler sind deshalb heikel, weil eine präparierte Webseite sie im schlimmsten Fall ausnutzen kann, um Code im Browser auszuführen. Ein Hinweis darauf, dass eine der Lücken bereits aktiv angegriffen wird, findet sich in Googles Bekanntmachung nicht. Details zu den einzelnen Fehlern hält Google wie üblich zurück, bis die Mehrheit der Nutzer aktualisiert hat.
Schon das Vorgänger-Update war umfangreich: Chrome 156 schloss im Oktober 353 Sicherheitslücken. Der Takt bleibt also hoch, und genau deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf die Version.
So prüfen und starten Sie das Update am Computer
Chrome lädt Updates normalerweise selbst herunter. Installiert werden sie aber erst nach einem Neustart des Browsers – und viele lassen Chrome tagelang offen.
- Klicken Sie oben rechts auf das Dreipunkt-Menü.
- Wählen Sie Hilfe → Über Google Chrome.
- Chrome sucht jetzt nach Updates und lädt die neue Version.
- Klicken Sie auf Neu starten. Geöffnete Tabs stellt Chrome danach wieder her.
Wird dort weiterhin eine 156er-Version angezeigt, hat Ihr Gerät das Update noch nicht erhalten. Ein erneuter Versuch am nächsten Tag reicht in der Regel aus.
Chrome auf Android aktualisieren
Öffnen Sie den Google Play Store, tippen Sie auf Ihr Profilbild und dann auf Apps und Gerät verwalten. Unter den verfügbaren Updates sollte Chrome auftauchen. Wer automatische App-Updates aktiviert hat, muss meist nichts tun – ein Blick unter Einstellungen → Über Chrome im Browser zeigt die installierte Version.
Was Sie jetzt tun sollten
- Versionsnummer unter Hilfe → Über Google Chrome prüfen und den Browser neu starten.
- Auf Android die App im Play Store aktualisieren.
- Andere Chromium-Browser wie Edge, Brave oder Opera in den nächsten Tagen ebenfalls aktualisieren – sie übernehmen die Korrekturen mit etwas Verzögerung.
- Nicht mehr genutzte Erweiterungen entfernen; sie sind ein häufiger Einfallsweg. Weitere Tipps zum Schutz Ihres Accounts finden Sie in unserer Anleitung Google-Konto absichern.
