Startseite Datenschutz & SicherheitChrome 155 schließt 37 Sicherheitslücken: Update auf 155.0.8059.79 jetzt prüfen und installieren

Chrome 155 schließt 37 Sicherheitslücken: Update auf 155.0.8059.79 jetzt prüfen und installieren

von Adham Gurtel

Google hat Chrome für Windows, macOS und Linux auf Version 155.0.8059.79/.80 aktualisiert und schließt damit 37 Sicherheitslücken, sieben davon stuft der Hersteller als kritisch ein. Das geht aus dem Chrome-Releases-Blog vom 13. Oktober 2026 hervor. Das Update wird schrittweise über die kommenden Tage und Wochen verteilt – wer nicht warten möchte, stößt die Installation am besten selbst an.

Kurz erklärt

  • Neue sichere Desktop-Version: 155.0.8059.79 (Linux) bzw. 155.0.8059.79/.80 (Windows und Mac).
  • 7 kritische, 29 hoch und 1 mittel eingestufte Schwachstellen – überwiegend Speicherfehler.
  • Ein aktiv ausgenutzter Angriff wird im offiziellen Eintrag nicht erwähnt; aktualisieren sollten Sie trotzdem zeitnah.

Welche Chrome-Version sollte jetzt installiert sein?

Die Versionsnummern unterscheiden sich je nach Plattform und Kanal. Die folgende Übersicht stützt sich auf die Einträge von Google vom 13. Oktober:

Plattform / Kanal Aktuelle Version Hinweis
Windows und macOS (Stable) 155.0.8059.79/.80 Rollout über Tage bis Wochen
Linux (Stable) 155.0.8059.79 Verteilung über die Paketquellen
Android 155.0.8059.79 laut Google mit denselben Sicherheitskorrekturen wie die Desktop-Version, Verteilung über Google Play
Windows und macOS (Extended Stable) 152.0.7977.167 für verwaltete Unternehmensgeräte

Chrome auf dem iPhone und iPad nutzt die WebKit-Engine von Apple. Die hier beschriebenen Fehler betreffen deshalb vor allem den Desktop-Browser und Android; auf iOS-Geräten bleibt das Systemupdate von Apple entscheidend.

Was hat Google konkret behoben?

Bei den sieben kritischen Lücken handelt es sich um einen Pufferüberlauf in ANGLE (CVE-2026-110152), der Grafikschicht des Browsers, sowie um sechs sogenannte Use-after-free-Fehler. Sie stecken in den Bereichen Browser (CVE-2026-110149), PDF-Anzeige (CVE-2026-110136), Netzwerk (CVE-2026-110161), Core (CVE-2026-110165), SVG (CVE-2026-110148) und Media (CVE-2026-110151).

Bei einem Use-after-free greift das Programm auf Speicher zu, der eigentlich schon freigegeben wurde. Angreifer können solche Fehler unter Umständen ausnutzen, um über eine präparierte Webseite oder Datei Schadcode auszuführen. Technische Details hält Google wie üblich zurück, bis ein Großteil der Nutzer aktualisiert hat.

Unter den 29 hoch eingestuften Lücken fallen mehrere Fehler in der JavaScript-Engine V8, in WebRTC, im PDF-Modul PDFium und gleich drei Schwachstellen im Passwortmanager auf, darunter ein Informationsleck (CVE-2026-110146). Dazu kommen Autorisierungsfehler im Updater und im Installer. Eine mittelschwere Lücke betrifft das Dateisystem-Modul.

So installieren Sie das Chrome-Update sofort

  1. Öffnen Sie Chrome und klicken Sie oben rechts auf das Drei-Punkte-Menü.
  2. Wählen Sie „Hilfe“ und anschließend Über Google Chrome. Alternativ geben Sie chrome://settings/help in die Adresszeile ein.
  3. Chrome sucht nun nach Updates und lädt die neue Version herunter.
  4. Klicken Sie auf „Neu starten“. Geöffnete Tabs stellt Chrome danach wieder her, Inhalte in Formularen sollten Sie vorher trotzdem sichern.
  5. Prüfen Sie auf derselben Seite, ob nun 155.0.8059.79 oder höher angezeigt wird.

Auf Android öffnen Sie den Play Store, tippen auf Ihr Profilbild, dann auf Apps und Gerät verwalten und aktualisieren Chrome dort. Taucht das Update noch nicht auf, ist Ihr Gerät im gestaffelten Rollout schlicht noch nicht an der Reihe.

Was ist mit Edge, Brave, Opera und Vivaldi?

Diese Browser basieren auf Chromium und teilen sich viele Komponenten mit Chrome. Die Hersteller übernehmen die Korrekturen in der Regel mit eigenen Updates, oft mit einigen Tagen Abstand. Prüfen Sie daher auch dort im Menü unter „Info“ oder „Über“, ob eine neue Version bereitsteht. Wer Windows nutzt, sollte außerdem die Updates vom aktuellen Microsoft-Patchday im Oktober installiert haben.

Warum sich der Neustart lohnt

Viele Nutzer lassen Chrome tagelang offen. Das Update ist dann zwar heruntergeladen, aktiv wird es aber erst nach einem Neustart des Browsers – erkennbar an einem farbigen Hinweis neben dem Profilbild. Bereits im September hatte Google mit Chrome 153 kritische Lücken geschlossen; mit 37 Korrekturen fällt die aktuelle Runde deutlich größer aus. Ein kurzer Blick auf die Versionsnummer kostet wenige Sekunden und schließt die bekannten Einfallstore.

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