Siri AI in Deutschland wird mit dem Start der neuen Apple-Betriebssysteme nicht auf allen Geräten verfügbar sein. Nutzer in der Europäischen Union erhalten den grundlegend überarbeiteten Sprachassistenten zunächst auf kompatiblen Macs und der Apple Vision Pro, nicht aber auf iPhone, iPad und Apple Watch. Einen Termin für die Freigabe unter iOS 27 und iPadOS 27 nennt Apple bislang nicht — berichtet die Redaktion von Techify unter Berufung auf die offizielle Mitteilung des Unternehmens.
Damit entsteht innerhalb des Apple-Ökosystems eine ungewöhnliche Trennung: Während Besitzer eines unterstützten Macs in Deutschland Siri AI bei passender Spracheinstellung verwenden können, fehlen dieselben Funktionen auf mobilen Geräten. Betroffen sind nicht nur neue Antwortmodelle, sondern auch die persönliche Kontextauswertung, Aktionen über mehrere Apps hinweg, eine eigene Siri-App, erweiterte visuelle Intelligenz und integrierte Schreibwerkzeuge.
Apple hatte Siri AI am 8. Juni 2026 im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz vorgestellt. Der Assistent basiert auf der nächsten Generation von Apple Intelligence und soll deutlich komplexere Anfragen verstehen, Inhalte auf dem Bildschirm erfassen und Informationen aus Nachrichten, E-Mails, Fotos sowie anderen persönlichen Datenquellen berücksichtigen.
Die Einführung für Endnutzer ist zunächst als Betaversion vorgesehen. Nach Angaben des Unternehmens soll sie später im Jahr 2026 beginnen. Zum Start muss ein unterstütztes Gerät auf Englisch eingestellt sein; weitere Sprachen sollen anschließend folgen. Für Nutzer innerhalb der EU gilt diese Planung jedoch nur für macOS 27 und visionOS 27.
Auf diesen Geräten fehlt Siri AI in Deutschland
Apple schließt zum Start drei zentrale Betriebssysteme von der europäischen Bereitstellung aus:
- iOS 27 auf dem iPhone;
- iPadOS 27 auf dem iPad;
- watchOS 27 auf der Apple Watch.
Die Einschränkung betrifft Deutschland ebenso wie alle anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Ein Wechsel der Systemsprache hebt die regionale Beschränkung auf iPhone und iPad nach den veröffentlichten Angaben nicht auf.
Auch die Apple Watch erhält Siri AI in der EU zunächst nicht. Der Grund liegt in der technischen Abhängigkeit vom iPhone: Die neue Siri-Version unter watchOS 27 setzt ein gekoppeltes iPhone voraus, auf dem Siri AI aktiviert ist. Da diese Voraussetzung in der EU beim Start nicht erfüllt werden kann, bleibt der Assistent auch auf kompatiblen Uhren gesperrt.
Die Einschränkung bedeutet nicht, dass sämtliche Funktionen von Apple Intelligence in Deutschland abgeschaltet werden.
Die meisten bereits eingeführten Apple-Intelligence-Werkzeuge stehen in der Europäischen Union seit iOS 18.4 und iPadOS 18.4 auf unterstützten Geräten zur Verfügung. Dazu gehören je nach System, Sprache und Gerät unter anderem Schreibwerkzeuge, Benachrichtigungszusammenfassungen, Genmoji, Image Playground und bestehende Siri-Erweiterungen.
Apple unterscheidet damit zwischen den bereits verfügbaren Apple-Intelligence-Funktionen und der neuen Generation des Assistenten, die das Unternehmen ausdrücklich als „Siri AI“ bezeichnet. Die Verzögerung betrifft vor allem diese neue, stärker in Apps und persönliche Gerätedaten integrierte Architektur.
Welche Siri-AI-Funktionen auf iPhone und iPad fehlen
Mit der Sperre von Siri AI unter iOS 27 und iPadOS 27 entfallen mehrere Funktionen, die Apple als Kern der neuen Assistentengeneration präsentiert hat.
Dazu gehört zunächst eine eigenständige Siri-App. In ihr sollen Nutzer frühere Gespräche erneut aufrufen und Unterhaltungen geräteübergreifend fortsetzen können. Diese App wird auf iPhone und iPad in der Europäischen Union zum Start nicht bereitgestellt.
Ebenfalls nicht verfügbar ist das erweiterte persönliche Kontextverständnis. Siri AI soll Informationen aus persönlichen Nachrichten, E-Mails, Fotos, Dateien und anderen zugänglichen Inhalten miteinander verbinden können. Dadurch soll der Assistent Fragen beantworten, bei denen der Nutzer nicht alle relevanten Angaben ausdrücklich nennt.
Ein mögliches Anwendungsszenario wäre die Suche nach einer Information, die in einer E-Mail erwähnt wurde, während ergänzende Details in einer Nachricht oder einem Foto gespeichert sind. Siri AI soll solche Zusammenhänge erkennen und eine Antwort erstellen können, ohne dass der Nutzer jede App einzeln durchsuchen muss.
Apple nennt außerdem folgende fehlende Bereiche:
- Aktionen und Aufgaben über mehrere Apps hinweg;
- erweiterte visuelle Intelligenz;
- systemweit integrierte Schreib- und Bearbeitungswerkzeuge;
- der Siri-Modus in der Kamera-App unter iOS;
- Zugriff auf die neue Siri-App mit dem Verlauf früherer Gespräche.
Die genaue Verfügbarkeit einzelner Teilfunktionen kann nach Angaben von Apple von Region, Sprache und Plattform abhängen. Für die EU ist jedoch bestätigt, dass Siri AI und die damit verbundenen erweiterten Funktionen unter iOS 27 und iPadOS 27 zunächst insgesamt nicht freigeschaltet werden.
Siri soll Inhalte auf dem Bildschirm verstehen
Ein wesentlicher Unterschied zur bisherigen Siri-Version ist das tiefere Bildschirmverständnis. Der neue Assistent soll erkennen können, welche Inhalte gerade angezeigt werden, und Fragen dazu beantworten.
Auf einem unterstützten Gerät könnte Siri AI beispielsweise Informationen aus einem geöffneten Dokument, einer Webseite, einem Foto oder einer App auswerten. Nutzer sollen anschließend Folgefragen stellen oder eine passende Aktion ausführen lassen können.
Auf dem iPhone soll Siri AI weiterhin mit „Hey Siri“ oder über die Seitentaste aufgerufen werden können. Zusätzlich kündigte Apple eine Geste über die Dynamic Island an: Nutzer sollen von dort nach unten streichen können, um eine Unterhaltung mit Siri zu beginnen und eine ausführliche Antwort zu erhalten.
Auf iPad und Mac wird Siri AI nach Apples Darstellung auch in die Spotlight-Suche integriert. Dadurch soll die Eingabe komplexerer Fragen direkt über die systemweite Suche möglich sein.
Für deutsche iPhone- und iPad-Nutzer werden diese neuen Zugriffswege beim ersten öffentlichen Start von iOS 27 und iPadOS 27 nicht vollständig nutzbar sein.
Visuelle Intelligenz wird mit Siri AI erweitert
Siri AI erhält multimodale Fähigkeiten und soll Bilder sowie andere visuelle Inhalte verstehen. Apple bezeichnet diesen Bereich als erweiterte visuelle Intelligenz.
Nutzer sollen beispielsweise einen sichtbaren Bildausschnitt auswählen und Siri Fragen zu den darin enthaltenen Objekten oder Texten stellen können. Auf dem iPad ist die Funktion in das Bildschirmfoto-System eingebunden. Auf dem Mac soll eine Tastenkombination ermöglichen, einen Bereich des Displays auszuwählen und unmittelbar analysieren zu lassen.
Auf der Apple Vision Pro geht Apple noch weiter: Dort soll Siri AI sowohl Inhalte in virtuellen App-Fenstern als auch physische Objekte in der Umgebung erfassen können. Der Assistent wird als räumliche 3D-Darstellung angezeigt und kann durch Anschauen und Sprechen aktiviert werden.
In Deutschland bleibt diese neue Siri-Integration auf dem Mac und der Vision Pro grundsätzlich möglich, sobald die Betaversion verfügbar ist und das Gerät auf eine unterstützte Sprache eingestellt wurde. Auf iPhone und iPad fehlt sie zunächst.

Neue Schreibwerkzeuge werden direkt in Siri integriert
Siri AI soll Texte nicht nur prüfen oder umformulieren, sondern auf Zuruf vollständig entwerfen und anschließend gezielt überarbeiten können. Die Werkzeuge sind systemweit vorgesehen und sollen überall funktionieren, wo Nutzer Text eingeben können.
Ein Nutzer kann beispielsweise beschreiben, welche Nachricht, Notiz oder Antwort benötigt wird. Siri erstellt daraufhin einen Entwurf. Änderungen lassen sich anschließend in natürlicher Sprache anweisen, etwa durch Vorgaben zu Länge, Ton, Aufbau oder Inhalt.
Diese Funktionen gehen über die bisherigen Schreibwerkzeuge von Apple Intelligence hinaus, weil sie direkt in den neuen Assistenten eingebunden werden und Bestandteil einer fortlaufenden Unterhaltung sein können.
Auf mobilen Geräten in der EU gehört diese Integration zu den Funktionen, die beim Start fehlen. Apple führt die integrierten Schreibwerkzeuge ausdrücklich in der Liste der nicht verfügbaren Siri-AI-Leistungen unter iOS 27 und iPadOS 27 auf.
Apple macht den Digital Markets Act verantwortlich
Apple begründet die Verzögerung mit den Vorgaben des europäischen Gesetzes über digitale Märkte, dem Digital Markets Act. Das Unternehmen erklärt, die EU-Regulierungsbehörden hätten keine der bisher vorgeschlagenen Lösungen akzeptiert, mit denen Siri AI eingeführt und zugleich der Zugang für konkurrierende virtuelle Assistenten ermöglicht werden sollte.
„Wir sind sehr enttäuscht, dass unsere Nutzer:innen in der EU Siri AI auf dem iPhone oder iPad nicht nutzen können, wenn wir unsere neuen Softwareversionen später in diesem Jahr veröffentlichen.“
(Craig Federighi, Senior Vice President of Software Engineering bei Apple, in der offiziellen Apple-Mitteilung vom 8. Juni 2026.)
Nach Apples Darstellung verlangt die regulatorische Auslegung, dass andere virtuelle Assistenten Zugang zu vergleichbaren Systemfunktionen erhalten. Dazu könnten nach Angaben des Konzerns persönliche Daten, installierte Apps und geräteübergreifende Aktionen gehören.
Siri AI arbeitet laut Apple sowohl mit Verarbeitung direkt auf dem Gerät als auch mit der Infrastruktur Private Cloud Compute. Das System soll je nach Aufgabe entscheiden, ob eine Anfrage lokal oder über speziell abgesicherte Apple-Server verarbeitet wird.
Apple sieht Risiken, falls andere KI-Assistenten einen ähnlich tiefen Systemzugriff erhalten müssen. Das Unternehmen nennt als Beispiele das Lesen und Versenden von Nachrichten, den Zugriff auf Dateien, Käufe sowie Aktionen innerhalb installierter Anwendungen.
Diese Darstellung ist die Position von Apple. Die Europäische Kommission widerspricht der Behauptung, der DMA verhindere grundsätzlich eine Veröffentlichung von Siri AI.
EU-Kommission widerspricht Apple öffentlich
Die Europäische Kommission erklärt in ihren offiziellen Fragen und Antworten zum Digital Markets Act, dass keine Vorschrift des DMA Apple daran hindere, Siri AI in der Europäischen Union anzubieten.
„Nothing in the DMA prohibits Apple from introducing new products and services in the EU.“
(Europäische Kommission, Bürgerinformationen zum Digital Markets Act, veröffentlicht nach Apples Ankündigung im Juni 2026.)
Nach Auffassung der Kommission liegt die Entscheidung über die Einführung allein bei Apple. Das Unternehmen müsse neue Produkte jedoch im Einklang mit den europäischen Regeln bereitstellen. Dazu gehöre, Drittanbietern mit Zustimmung der Nutzer Zugang zu gleichwertigen Funktionen zu ermöglichen, die Apple seinem eigenen Dienst gewährt.
Die Kommission begründet diese Vorgabe mit dem Ziel, den Wettbewerb auf sogenannten Gatekeeper-Plattformen zu sichern. Apple ist im Rahmen des DMA unter anderem für iOS, iPadOS, Safari und den App Store als Gatekeeper eingestuft.
Andere Entwickler sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, konkurrierende KI-Assistenten auf dem iPhone anzubieten, ohne durch den exklusiven Systemzugriff von Siri strukturell benachteiligt zu werden.
Apple und die Europäische Kommission bewerten damit nicht die Existenz der Regeln unterschiedlich, sondern deren technische und sicherheitsbezogene Umsetzung.
Apple schlug einen „Trusted System Agent“ vor
Um die regulatorischen Anforderungen und die eigenen Sicherheitsvorgaben miteinander zu verbinden, entwickelte Apple nach eigenen Angaben einen sogenannten Trusted System Agent.
Dieses System sollte als kontrollierte Vermittlungsschicht zwischen alternativen virtuellen Assistenten und den geschützten Funktionen des Geräts dienen. Andere Anbieter hätten damit auf bestimmte Siri-AI-Fähigkeiten zugreifen können, ohne unmittelbar und unbegrenzt Zugriff auf sämtliche persönlichen Daten oder Apps zu erhalten.
Apple legte außerdem einen Plan vor, nach dem diese Infrastruktur schrittweise über 18 Monate eingeführt werden sollte. Die Europäische Kommission akzeptierte diesen Vorschlag laut Apple nicht.
Das Unternehmen erklärt, keine seiner bislang eingereichten Lösungen habe eine Zustimmung erhalten. Deshalb könne Siri AI unter iOS und iPadOS in der EU nicht gleichzeitig mit den neuen Betriebssystemen starten.
Eine öffentlich bestätigte Vereinbarung über eine alternative technische Lösung liegt derzeit nicht vor. Apple will nach eigener Aussage weiter mit den europäischen Behörden zusammenarbeiten.
Für Deutschland gibt es keinen festen Starttermin
Apple nennt derzeit kein Datum, an dem Siri AI auf iPhone und iPad in Deutschland verfügbar sein wird. Auch ein konkretes Zeitfenster wurde nicht veröffentlicht.
„Wir hoffen, Siri AI bald auch in der EU anbieten zu können, und werden weiterhin mit den EU-Regulierungsbehörden an einer Lösung arbeiten.“
(Craig Federighi, Apple, zur europäischen Verfügbarkeit von Siri AI im Juni 2026.)
Der geplante Start der allgemeinen Betaversion später im Jahr 2026 gilt damit nicht automatisch für iPhones und iPads innerhalb der EU. Er bezieht sich zunächst auf unterstützte Regionen, Geräte und Sprachen sowie in Europa auf kompatible Macs und die Apple Vision Pro.
Auch eine deutsche Sprachversion ist nicht unmittelbar zum ersten Beta-Start zugesagt. Apple kündigte an, Siri AI zunächst auf Geräten mit englischer Spracheinstellung freizugeben und die Sprachunterstützung danach schnell auszubauen.
Deutsch gehört bereits zu den Sprachen, die Apple Intelligence grundsätzlich unterstützt. Für Siri AI selbst bleibt jedoch entscheidend, wann Apple die neue Generation für weitere Sprachen aktiviert und wann die regulatorische Freigabe für iOS und iPadOS in der Europäischen Union möglich wird.

Auf Mac und Vision Pro ist Siri AI in der EU vorgesehen
Nicht alle Nutzer in Deutschland müssen auf die neue Siri-Version verzichten. Apple bestätigt die Bereitstellung für zwei Plattformen:
- kompatible Macs mit macOS 27;
- Apple Vision Pro mit visionOS 27.
Voraussetzung ist jeweils eine unterstützte Spracheinstellung. Für die erste öffentliche Betaversion nennt Apple Englisch. Weitere Sprachen sollen später ergänzt werden.
Auf dem Mac wird Siri AI unter anderem in Spotlight und in systemweite Kontextmenüs integriert. Nutzer sollen Text, Dateien und Bilder auswählen und direkt Fragen dazu stellen können. Außerdem sind visuelle Suche, Schreibfunktionen und Aktionen über mehrere Anwendungen hinweg vorgesehen.
Auf der Vision Pro erhält Siri eine räumliche Oberfläche. Nutzer sollen den Assistenten ansehen und anschließend eine Frage aussprechen können. Visuelle Intelligenz kann dort auch reale Gegenstände in der Umgebung einbeziehen.
Die Verfügbarkeit auf Mac und Vision Pro zeigt, dass die europäische Einschränkung nicht für Siri AI als Ganzes gilt. Sie konzentriert sich auf die Betriebssysteme iOS, iPadOS und das davon abhängige watchOS.
Welche Geräte Siri AI technisch unterstützen
Unabhängig von der regionalen Sperre stellt Apple klare Hardwareanforderungen. Für die neue Generation von Apple Intelligence und Siri AI nennt das Unternehmen unter anderem:
- iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max;
- iPhone-16-Modelle oder neuer;
- iPad mini mit A17 Pro;
- iPads mit M1-Chip oder neuer;
- Macs mit M1 oder neuer;
- Apple Vision Pro;
- Apple Watch Series 9 oder neuer;
- Apple Watch Ultra 2 oder neuer;
- Apple Watch SE 3 in Verbindung mit einem kompatiblen iPhone.
Ein kompatibles Gerät garantiert jedoch nicht, dass Siri AI sofort verfügbar ist. Zusätzlich müssen das passende Betriebssystem, eine unterstützte Sprache und die regionale Freigabe vorhanden sein.
Bestimmte besonders leistungsintensive On-Device-Funktionen verlangen neuere Hardware. Apple nennt für sein leistungsstärkstes lokales Modell unter anderem aktuelle iPhone-Modelle sowie iPads und Macs mit ausreichend Arbeitsspeicher. Diese Anforderungen betreffen spezielle Modelle und Funktionen, nicht zwangsläufig jede Siri-AI-Anwendung.
Bestehendes Apple Intelligence bleibt in Deutschland nutzbar
Für Nutzer in Deutschland ist die Abgrenzung zwischen Apple Intelligence und Siri AI entscheidend. Apple Intelligence ist bereits seit 2025 auf Deutsch verfügbar und wurde in späteren Systemversionen ausgebaut.
Die meisten vorhandenen Funktionen bleiben auf kompatiblen iPhones, iPads und Macs in der EU verwendbar. Apple nennt als grundlegende Voraussetzungen unter anderem eine unterstützte Gerätesprache, eine identische Siri-Sprache und ausreichend freien Speicherplatz.
Zu den bereits verfügbaren oder in früheren Versionen eingeführten Bereichen gehören abhängig vom Gerät:
- Schreibwerkzeuge zum Korrigieren, Zusammenfassen und Umformulieren;
- Genmoji und Image Playground;
- Zusammenfassungen von Mitteilungen und Texten;
- visuelle Intelligenz in ihrer bisherigen Form;
- die optionale ChatGPT-Erweiterung für Siri und Schreibwerkzeuge;
- intelligente Antworten und weitere Funktionen in Apple-Apps.
Die Verzögerung betrifft somit nicht das gesamte KI-Angebot auf Apple-Geräten. Sie betrifft die neue Siri-AI-Architektur und Funktionen, die unmittelbar davon abhängen.
Nutzer müssen vorhandene Apple-Intelligence-Funktionen deshalb nicht deaktivieren. Welche Werkzeuge auf einem konkreten Gerät verfügbar sind, lässt sich in den Einstellungen unter „Apple Intelligence & Siri“ sowie auf der deutschen Supportseite von Apple prüfen.
Was Nutzer in Deutschland beim Start erwarten können
Beim Erscheinen von iOS 27 und iPadOS 27 werden deutsche Nutzer die neue Systemsoftware installieren können. Siri AI wird jedoch nicht als Teil des europäischen Funktionsumfangs aktiviert.
Die bisherige Siri und bereits verfügbare Apple-Intelligence-Funktionen bleiben bestehen. Nicht verfügbar sind dagegen jene Fähigkeiten, die Apple ausdrücklich der neuen Siri-AI-Generation zuordnet.
Für die praktische Nutzung bedeutet das:
- Ein kompatibles iPhone oder iPad erhält in der EU zunächst keine vollständige Siri-AI-Freischaltung.
- Eine Apple Watch kann Siri AI ebenfalls nicht verwenden, solange das gekoppelte iPhone die Funktion nicht unterstützt.
- Auf einem kompatiblen Mac oder einer Vision Pro ist der Zugang in der EU vorgesehen, zunächst bei unterstützter englischer Spracheinstellung.
- Für iOS und iPadOS gibt es derzeit keinen bestätigten europäischen Starttermin.
- Bereits verfügbare Apple-Intelligence-Funktionen bleiben von der Verzögerung grundsätzlich getrennt.
Apple arbeitet nach eigener Darstellung weiter an einer Lösung mit den EU-Regulierungsbehörden. Die Europäische Kommission hält dagegen, dass eine Veröffentlichung jederzeit möglich sei, sofern das Unternehmen die Vorgaben des Digital Markets Act erfüllt.
Damit hängt der vollständige Start von Siri AI in Deutschland nicht allein von der technischen Entwicklung oder der Übersetzung ins Deutsche ab. Entscheidend ist eine regulatorisch akzeptierte Lösung für den Zugriff konkurrierender KI-Assistenten auf vergleichbare Systemfunktionen. Bis dahin bleibt die neue Siri auf iPhone, iPad und Apple Watch in der Europäischen Union unvollständig.
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