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Alle handschriftlichen Notizen automatisch digitalisiert – Mit dem Livescribe 3 Smartpen ist das möglich. Ich habe den digitalen Stift einen Tag lang im Büro ausprobiert.

Das papierlose Büro ist sicherlich wünschenswert, aber die Realität sieht wohl bei den meisten noch anders aus. Denn wirklich komplett auf Papier zu verzichten fällt schwer. Um sich mal schnell etwas zu notieren, ist einfach Stift und Papier meist schneller.

Außerdem wirkt ein Tablet in Meetings, um sich Notizen zu machen, oft „merkwürdig“ auf andere Teilnehmer – weil man ja viele andere Dinge mit einem solchen Gerät machen kann. „Passt der Typ überhaupt auf?“

Viele gehen daher den Weg und scannen Notizen nachträglich ein, um eine digitale Version für ihr Archiv zu haben.

Bessere wäre es daher, wenn der Stift die handschriftlichen Notizen direkt, ohne den „Scannen“-Umweg, digitalisieren könnte. Und genau das soll der Livescribe 3 können.

Im folgenden Erfahrungsbericht möchte ich Euch also den Livescribe 3 in seiner Pro Version vorstellen. Im Vergleich zur Standard-Version liegt dieser ein Leder-Notizbuch bei.

Der Stift

LiveSscribe digitaler Kugelschreiber mit Scanner

Der Stift ist mit knapp 16 cm Länge und ca. 1,4 cm Durchmesser etwas länger und dicker als ein durchschnittlicher Kugelschreiber. Er kommt im schwarzen Klavierlack, was leider bekanntermaßen die Fingerabrücke förmlich anzieht. Die Spitze und das Ende sind in Edelstahloptik.

Mit 33 Gramm ist der Livescribe überraschend leicht – zumindest nicht schwerer als ein hochwertiger „analoger“ Konkurrent. Der Schwerpunkt des Stifts liegt etwas weiter hinter der Mitte. Das bedeutet, dass der Stift bei kleineren Händen die Tendenz nach „hinten zu kippen“ haben könnte.

Zumindest aber in meiner, normal großen Hand, liegt der Stift recht gut – wenn ich bedenke, welche Technik darin steckt – und er war auch nach längerem Schreiben nicht unangenehm zu benutzen.

Auf der Spitze ist eine kleine Schutzkappe, die vor Gebrauch abgezogen werden muss. Betätigt man den Drehschalter in der Mitter, fährt die Minie vorne heraus und es ertönt ein sehr leiser, dezenter Piepton, der das Aktivieren des Bluetooths bestätigt.

Livescribe Lieferumfang

Der Notizblock

Livescribe Smartpen Größenvergleich

In der Pro-Version erhält man ein Notizbuch in einem Ledereinband. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein „herkömmliches“ Notizbuch. Das verwendete Papier fühlt sich ganz normal an. Erst bei näherem Hinsehen erkennt man eine sehr feine Struktur auf den Seiten – als wäre jede Seite in kleinste Pixel aufgeteilt.

Damit der Livescribe das Geschriebene digitalisieren kann, muss dieses spezielle Papier verwendet. Das ist auch leider einer der Nachteile. Man kann also nicht jedes Papier benutzen, sondern ist auf dieses spezielle Papier angewiesen. Blöcke und Notizzettel in aller Form findet man bei Amazon – oder man druckt sich das s. g. Punktpapier selbst aus.

Livescribe Smartpen Digtierfunktion

Zurück zum mitgelieferten Block. Jede Seite besitzt in den Ecken gedruckte Icons, die der Livescribe App weitere Informationen zu den Notizen übermittelt.

So lässt sich durch ein kurzes Antippen des „Record“ Icons eine Audio-Aufnahme starten. Da der Stift kein eingebautes Mikrofon besitzt, wird dazu das Smartphone genutzt.

Außerdem lassen sich Seiten mit bestimmten Labels versehen, um diese bspw. als wichtig zu markieren.

Livescribe - eine Seite markieren

Die App

Um den Livescribe Smartpen nutzen zu können, muss der Livescribe erstmalig mit der App Livescribe Link via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden werden. Anschließend verwendet man nur noch die Livescribe+ App.

Livescribe Link
Livescribe Link
Entwickler: Livescribe Inc
Preis: Kostenlos
Livescribe+
Livescribe+
Entwickler: Livescribe Inc
Preis: Kostenlos

Die Livescribe+ App ist das zentrale Verwaltungstool für alle Notizen, die mit dem Livescribe geschrieben wurden. Ist der Livescribe mit dem Smartphone verbunden, werden alle Notizen automatisch und sofort in der App übernommen.

Die App listet dabei alle Notizbücher auf und zeigt alle Notizen in kleineren Textschnipsel im Feed. Außerdem lassen sich die „Pencasts“, also die Audio-Aufnahmen direkt abhören.

Livescribe Android App

In der Feed-Ansicht, in der die App die Notizen aufgestückelt zeigt, lassen sich durch einen Wisch von links nach rechts, die handschriftlichen Notizen via OCR-Erkennung in digitalen Text umwandeln und weiterverwenden. Leider habe ich keinen Weg finden können, eine ganze Seite automatisch mittels OCR in bspw. ein Word-Dokument zu konvertieren.

Ausgesprochen gut ist die Suchfunktion in der App. Über die Lupe lässt sich dank der OCR auch nach notierten Stichpunkten suchen. Das klappt, sofern das geschriebene Wort einigermaßen deutlich geschrieben ist, auch sehr gut.

Der Livescribe 3 im Alltag

Livescribe - komplexe Darstellungen Bild 2

Wie bereits erwähnt, habe ich den Stift einen Tag lang im Büro für meine Notizen verwendet.

Der mitgelieferte Notizblock wirkt sehr hochwertig und bietet eine Schlaufe, um den Smartpen sicher darin zu transportieren. Das DIN A 5 Format ist dabei mMn die ideale Größe, um ausreichend mobil mit den Block zu sein.

An den übermittelten Notizen ist wirklich nichts auszusetzen – sie kommen tatsächlich an die Qualität eines Scan heran.

Das Interessante an der Technik und dem verwendeten Papier ist: Der Stift „weiß“ wo auf der Seite man sich befindet. Das heißt, er übernimmt nicht einfach nur den geschriebenen Text oder die Zeichnung, sondern platziert sie in der App auch exakt an der Stelle auf der Seite, an der ich die Notiz im Block notiert habe – sprich oben oder unten auf der Seite.

Blättert man dann eine Seite weiter, erkennt das der Stift ebenfalls – und beginnt in der App auch eine neue Seite.

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Aus der App heraus sollen sich dann die Notizen auch exportieren lassen. Aber leider hat genau das auf meinem Oneplus One nicht funktioniert – schade.

Fazit

Wie oben schon angedeutet verhilft der Livescribe 3 nicht zu einem papierlosem Büro. Wer aber in seinem (beruflichen) Alltag vieles notieren muss und diese Notizen ordentlich digital archivieren möchte, für den ist der digitale Stift ideal.

Es ist zwar etwas ägerlich, dass der Stift auf das spezielle Punktpapier angewiesen ist, da man sich dieses aber auch selbst drucken kann, sehe ich das nicht als K.O. Kriterium.

Die Qualität der digitalisierten, handschriftlichen Notizen ist wirklich beeindruckend. Und auch der eingebaute Akku hatte mich den Tag hinweg nicht im Stich gelassen.

Alles ein allem, ist der Livescribe 3 Pro ein interessantes Gerät, das durchaus die eigene Produktivität steigern kann.